Meinung
VW-Skandal mit Langlauf-Garantie
Er läuft und läuft und läuft – und ist noch lange nicht abgehakt: Der 2015 kurz vor der Frankfurter Automobilausstellung IAA aufgeflogene Skandal um manipulierte VW-Dieselmotoren reißt den Wolfsburger Autobauer erneut in eine blamable Krise. Mitleid ist fehl am Platze!
America first
Die üblen Software-Tricks von Ingenieuren, wohl mit Billigung oberster Konzernkreise, waren in den USA aufgeflogen. Die Aggregate boten vertretbare Abgaswerte nur auf dem Prüfstand unter Laborbedingungen, nicht aber im Alltagsbetrieb auf der Straße. Und jetzt droht dem VW-Konzern unter Leitung von Herbert Diess erneut erhebliches Ungemach in Form von Straf- und Schadenersatzzahlungen – wieder sind die USA der Auslöser. Recht so!
Den Karren an die Wand gefahren
Es ist keine Schadenfreude. Aber man muss klar betonen, dass VW selbst schuld ist und den Karren mit vollem Risiko an die Wand gefahren hat. Gerade die überhebliche Werbung, mit der man den „clean Diesel“, den sauberen Diesel, in den USA als Umweltfreund hochstilisierte, rächte und rächt sich bitterlich.
Schande fürs Autoland Deutschland
Durch die mit unsauberen Methoden gefertigten Mogelpackungen wurden Kunden und Öffentlichkeit an der Nase herumgeführt, ja betrogen. Eine Schande für das deutsche Auto-Renommee – und schade um das Image der ansonsten guten Volkswagen.