Wirtschaft VW dünnt Händlernetz aus und kündigt alle Verträge

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«Frankenthal.»Die VW-Kernmarke verkleinert ihr Händlernetz in Deutschland.

Ziel sei, den Handel zukunftsfähig zu machen und als „elementare Schnittstelle zu den Kunden zu erhalten“, so VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann. Während das Händlernetz in Deutschland schrumpft, werde es im restlichen Europa „keine signifikante Verringerung“ geben. Die Verträge mit den europaweit rund 3500 Handelspartnern würden zum Ende des ersten Quartals gekündigt, die neuen Verträge sollten nach zweijähriger Kündigungsfrist ab April 2020 gelten. Matti Pörhö, Chef des europäischen Händlerverbands, sagte, Händler und Hersteller arbeiteten konstruktiv zusammen: „Sie haben das Know-how des Autobauens, aber wir sind es, die Emotionen verkaufen. Keiner kann ohne den anderen leben.“ Auch Stackmann sagte, die Handelspartner „sind und bleiben ein Eckpfeiler des VW-Geschäftsmodells“. Der Vizepräsident des Landesverbands Rheinland-Pfalz des Kfz-Gewerbes, Volker Weismann (Frankenthal), äußerte sich auf Anfrage so: VW habe die Händler in „Rieseninvestitionen“ gezwungen, wolle nun aber durch neue Verträge offiziell ins Direktgeschäft vorstoßen, das er bisher bereits durch Eigenzulassungen, Vertrieb an Großkunden (Flotten) und Verkäufe an Werksangehörige betreibe. Zudem kämen weitere Margenanpassungen auf die Händler zu. Das Kfz-Geschäft stecke in einem enormen Umbruch. Man könne sich heute noch gar nicht vorstellen, „welche Entwicklung wir in den nächsten Jahren erfahren“. Auch auf Opel, Weismann ist Opel- und Ford-Händler, kämen Umwälzungen zu. Dass die Händler mit den neuen Verträgen eine „klare Perspektive bei VW“ erhalten sollen, zieht Weismann in Zweifel: Große Investitionen seien auf zehn bis 20 Jahre angelegt, doch die Verträge hätten nur eine kurze Laufzeit. aktienchart

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