Sanktionen USA bannen weitere Firmen in China
Wenige Tage vor dem Ende der Amtszeit von Präsident Trump nimmt die US-Regierung weitere chinesische Unternehmen ins Visier. Unter anderem kam der Smartphone-Anbieter Xiaomi wegen angeblicher Verbindungen zum chinesischen Militär auf eine schwarze Liste des US-Verteidigungsministeriums.
US-Investoren sollen Anteile an den neun Unternehmen, die am Donnerstag (Ortszeit) neu auf die schwarze Liste kamen, bis spätestens November abstoßen. Die Regierung von Trumps Nachfolger Joe Biden kann die Maßnahmen rückgängig machen, würde damit aber politische Angriffsfläche bieten. Trump stellte in den vier Jahren seiner Amtszeit China als größte internationale Gefahr für die USA dar. Im Wahlkampf hatte er ohne jegliche Belege behauptet, Biden sei von Peking gekauft.
Huawei darf die Google-Dienst nicht mehr auf seine Handys laden
Trumps Regierung ging gegen diverse chinesische Unternehmen vor. Am härtesten traf es Huawei. Der Netzwerk-Ausrüster und Smartphone-Anbieter verlor den Zugang zu amerikanischer Technologie – wegen des Vorwurfs, die chinesische Regierung könne ihn zur weitreichenden Kooperation zwingen. Huawei weist dies zurück. Vor den Sanktionen gegen sich setzte Huawei zum Sprung an die Weltmarktspitze beim Smartphone-Absatz an. Seit den US-Verboten können jedoch keine neuen Modelle des Herstellers mehr Google-Dienste nutzen. Diese sind extrem wichtig für Käufer im Westen. In der Folge etablierte sich zuletzt Xiaomi als Nummer drei im Weltmarkt nach Samsung und Apple – das jetzt selbst auf der schwarzen Liste des US-Verteidigungsministeriums steht.