Auto-Test
Toyota Yaris Cross: Der macht was her
Angedeuteter Unterfahrschutz vorne und hinten, umlaufende Kunststoffleisten, ausgestellte Kotflügel, 17-Zoll-Räder und eine gegenüber dem Yaris um drei Zentimeter erhöhte Bodenfreiheit. Das alles macht was her!
Wie fühlt man sich in diesem Auto?
Naja, so wenig der stämmige Kerl mit seinen äußeren Reizen geizt, so einfallslos erscheint das Cockpit. Es ist zwar alles zweckmäßig, aber die durchweg graue Ausstattung versprüht die Atmosphäre eines ebensolchen Herbsttages. Immerhin: Die Bodenfreiheit von 17 Zentimetern führt zu einer recht hochgereckten Sitzposition im Wagen. Sofern der Mensch am Steuer seinen Sitz nicht ganz nach hinten gerückt hat, sitzt man auch in der zweiten Reihe auf den Außenplätzen ordentlich. Nach oben ist es gar kein Problem. Verschieben lässt sich die Rückbank nicht, dahinter ist ein 397 Liter fassender Kofferraum, der sich durch nahezu flaches Umlegen der Fondrücklehnen auf gut einen Kubikmeter erweitern lässt.
Die Ladekante liegt mit 75 Zentimetern ziemlich hoch.
Welchen Antrieb hat das Auto?
Toyota hat seinem Yaris Cross einzig seinen 1,5-Liter-Hybridantrieb spendiert – und tut gut daran: Er harmoniert prächtig mit dem Kompakt-SUV, was wir während unseres Tests auch am exakt erreichten Normverbrauch von glatten fünf Litern Benzin erkennen konnten. Übrigens: In dieser Wagenklasse ist es eine Besonderheit, dass man zudem zwischen einem Antrieb auf die Vorderachse oder einem Allradantrieb wählen kann.
Der Yaris Cross hat zusätzlich zum dezent kernig klingenden 92 PS/68 kW starken Otto-Dreizylinder noch einen 80 PS/59 kW leistenden Elektromotor an der Vorderachse sitzen. Mit einer Systemleistung von 116 PS/85 kW ist man ganz gut versorgt. Während der Fahrt wird nach hybrider Sitte Strom gewonnen. Der Speicher füllt sich quasi automatisch und hilft, Leistungsspitzen zu unterstützen.
In der Fahrstufe B kann man wie mit einer Motorbremse besonders stark Energie rückgewinnen. Allein mit Strom fährt der große Kleine nur kurz. Stets hat er ein stufenloses Automatikgetriebe an Bord, was das Unterwegssein sehr bequem macht.
Was bietet einem das Auto?
Die Bandbreite ist enorm, denn vom frontgetriebenen Yaris Cross ab 24.290 Euro bis zum voll ausgestatteten Allrad-Yaris Cross einschließlich Zweifarblackierung für 35.310 Euro reicht die Preisliste. Unsere Team-Deutschland-Version bot solche Annehmlichkeiten wie schlüsselloses Öffnen und Schließen, verdunkelte Scheiben in der zweiten Reihe, kabellose Telefon-Ladeschale, Klimaautomatik und elektrische Fensterheber. Assistenzsysteme von Fußgänger- und Querverkehrswarnung bis hin zum Spurhaltehelfer samt Verkehrszeichenerkennung baut Toyota sowieso ins Fahrzeug. Damit kommt der frontgetriebene Yaris Cross auf 27.990 Euro.
Wozu eignet es sich besonders?
Auch wenn das Fahrzeug nicht auf den ersten Blick so aussieht: Wir sind neben vorzüglich absolvierten Touren im ländlich-städtischen Gebiet auch längere Strecken auf der Autobahn unterwegs gewesen. Das ist problemlos möglich, wenngleich auf diesen Fernstraßen bei höherem Tempo die deutlich vernehmbare Geräuschkulisse auf Dauer etwas anstrengend wurde.
PLUS UND MINUS
Automatisch arbeitender Hybridantrieb, erhöhte Bodenfreiheit, ordentlicher Kofferraum, Programm zur zusätzlichen Energierückgewinnung, Allradantrieb wählbar. – Rückbank nicht verschiebbar.
Autogramm
Toyota Yaris Cross Team Deutschland
Typ: Kompakt-SUV; Preis: 27.990 Euro; Länge: 4,18 Meter; Breite: 1,77 Meter; Höhe: 1,60 Meter; Radstand: 2,56 Meter; Leergewicht: 1170 kg; Zuladung: 520 kg; Kofferraum: 397 Liter; Sitze: 4+1; Tankinhalt: 36 Liter; Motor: Otto-Dreizylinder; Hubraum: 1490 ccm; Leistung: 92 PS/68 kW bei 5500 U/min; Elektromotor: 80 PS/59 kW; Systemleistung: 116 PS/85 kW; max. Drehmoment: 120 Nm bei 3800 U/min; Getriebe: Stufenlose Automatik; Spitze: 170 km/h; Normverbrauch/WLTP: 5,0 Liter Benzin, CO2: 113 g/km, Testverbrauch: 5,0 Liter.