Frankfurter Börseninfo Technologie- und Auto-Aktien im Fokus
Die Wiederaufnahme der russischen Gaslieferungen nach Deutschland hat dem Deutschen Aktienindex (Dax) wieder auf die Sprünge geholfen. Eine Erleichterung ist sie auch für den Chemiekonzern und Gas-Großverbraucher BASF, der am Mittwoch seine Quartalsbilanz vorlegt. Diese Woche öffnen noch zehn weitere Dax-Konzerne ihre Bücher, darunter Mercedes-Benz und VW. In den USA stehen die großen Technologiefirmen im Fokus: Microsoft, der Google-Mutterkonzern Alphabet, der Meta-Konzern von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sowie Apple und Amazon.
Technologie-Aktien haben unter der Talfahrt an den Börsen im ersten Halbjahr besonders gelitten. Das liegt nicht zuletzt an den Zinssteigerungen der US-Notenbank, die am Mittwoch erneut eine kräftige Erhöhung plant: Beobachter rechnen damit, dass der Leitzins um 0,75 Prozentpunkte angehoben wird. Am Donnerstag wird dann die Entwicklung des US-Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal bekannt gegeben. Einige Volkswirte erwarten nach dem Rückgang im ersten Quartal ein neuerliches Minus.
Euro-Schwäche verteuert Einfuhren
Mit Blick auf die jüngsten Stimmungsindikatoren für Industrie und Dienstleister sowie den boomenden Arbeitsmarkt könne von einer Rezession jedoch nicht ernsthaft die Rede sein, kommentiert die hessisch-thüringische Landesbank Helaba.
Für die europäische Wirtschaft hängt viel davon ab, ob die russischen Gaslieferungen noch weiter reduziert oder ganz eingestellt werden. Bis das geklärt sei, werde sich der Euro schwerlich erholen können, sagt George Saravelos von der Deutschen Bank. Die Euro-Schwäche verteuert die Einfuhr von in Dollar gehandelten Rohstoffen und verschärft damit die Inflation. Ob exportstarke Unternehmen gleichwohl vom niedrigen Euro-Kurs profitiert haben, werden die bevorstehenden Bilanzberichte zeigen.