Neue Autos RHEINPFALZ Plus Artikel Suzuki Swace: Wirtschaftlich fahren

Optisch im Stil der neuen Zeit: der Suzuki Swace.
Optisch im Stil der neuen Zeit: der Suzuki Swace.

Suzuki zählt zu den kleineren japanischen Herstellern, der immer wieder größere Partner suchte – zeitweise mit General Motors, Subaru und Fiat zusammenarbeitete, dazu kam ein völlig verkorkster Anlauf mit VW: Zwischen 2009 und 2015 versuchten sich die beiden – erfolglos und zuletzt im Streit – an einer Partnerschaft, mit der sich die Wolfsburger den Zugang zum indischen Markt verschaffen wollten, auf dem Suzuki stark vertreten war.

Seit 2019 kooperiert man nun mit Toyota – samt gegenseitiger finanzieller Beteiligung. Eine der ersten Früchte dieser Partnerschaft ist der Kombi Swace, der in der bei uns hart umkämpften Kompaktklasse antritt. Er spricht sowohl die Privatkundschaft an als auch Flottenkunden mit beruflicher Nutzung. Suzuki hat beim Swace nicht nur die Silhouette der Karosserie, sondern auch die bewährte Hybrid-Technik von Toyota übernommen, das bekanntlich seit 1997 mit dem Prius Pionierarbeit in der Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor geleistet hat.

Antrieb

Im 4,66 Meter langen Swace aus dem ungarischen Suzuki-Werk Esztergom arbeiten ein 1,8-Liter-Benziner mit 98 PS/72 kW und ein E-Motor mit 72 PS/53 kW abwechselnd und mitunter gemeinsam – alles elektronisch gesteuert. Nur mit Strom kommt man aber höchstens drei Kilometer weit – mehr gibt die Batterie unter den Rücksitzen nicht her. Ein wesentlicher Sinn der Elektrifizierung besteht darin, bei der Beschleunigung zu helfen und somit Verbrauchsspitzen abzuschneiden. Die Kräfte werden mit Hilfe einer stufenlosen CVT-Automatik übertragen, die in Fernost sehr beliebt ist und auf eine europäische Erfindung zurückgeht – genauer: auf den niederländischen Hersteller DAF im Jahre 1958. Damals übernahmen die Kraftübertragung noch verschleißanfällige Riemen, inzwischen werden schon lange metallene Schubgliederbänder eingesetzt. Auf ersten Testfahrten notierten wir eine sehr komfortable Fahrwerksabstimmung. Der Verbrauch lag nur 0,6 Liter über dem WLTP-Normwert von 4,2 Litern Benzin.

Innen

Die Innenraumgestaltung ist sachlich-zweckmäßig, entscheidend für den Erfolg eines Kombis sind seine Transportmöglichkeiten. Die erscheinen bei diesem Suzuki eher bescheiden, was die Zuladung betrifft: Mit fünf Personen besetzt können nur 60 Kilogramm Gepäck mitgeführt werden. Auch die Anhängelast ist mit 750 Kilogramm überschaubar, der Stauraum hingegen mit fast 600 Litern reichlich für diese Wagengröße. Dachhoch als Zweisitzer passt mehr als das Doppelte hinein. Preis: Suzuki bietet den Swace nur in einer Komplettausstattung mit drei Jahren Garantie (oder 100.000 Kilometer) für 31.350 Euro an.

PLUS UND MINUS

Bewährte Hybridtechnik von Toyota, reichlich Stauraum, keine Aufpreisfallen. – Geringe Zuladung.

AUTOGRAMM

Suzuki Swace 1.8 Hybrid CVT Comfort +

Typ: Kombi, Preis: 31.350 Euro, Länge: 4,66 m, Breite: 1,79 m, Höhe: 1,46 m, Radstand: 2,70 m, Leergewicht: 1475 kg, Zuladung: 360 kg, Gepäckraum: 596 Liter, Anhängelast: 750 Kilogramm, Sitze: fünf, Tankinhalt: 43 Liter; Motor: Otto-Vierzylinder, Hubraum: 1798 ccm, Systemleistung inkl. E-Motor: 122 PS/90 kW bei 5200 U/min, max. Drehmoment: 190 Nm bei 4400 U/min, Getriebe: Stufenlose CVT-Automatik, Spitze: 180 km/h, 0 auf 100: 11,1 Sekunden, Normverbrauch (WLTP): 4,2 Liter Benzin, CO2: 99 g/km, Testverbrauch: 4,8 Liter.

Großes Display in der Mitte.
Großes Display in der Mitte.
Umklappbare Rücksitzlehnen.
Umklappbare Rücksitzlehnen.
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