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Subaru Solterra: Trägt Sonne und Erde im Namen
Tatsächlich gibt es das nahezu identische Auto auch von Toyota und Lexus: Da heißt es bZ4X beziehungsweise RZ. Immerhin kann man Subaru zugutehalten, einen klangvolleren Namen gewählt zu haben: Solterra soll Sonne und Erde miteinander versöhnen ...
Die typische SUV-Silhouette des 4,69 Meter langen Fahrzeugs wird vorn von einer sechseckigen Kühlermaske und an den Seiten von dunkel abgesetzten Radhäusern verziert. Die ebenfalls dunkelgrauen Seitenschweller geben dem Solterra optisch noch etwas mehr Bodenfreiheit als er ohnehin schon hat (21 Zentimeter).
Wie fühlt man sich in dem Auto?
In jedem Fall ziemlich exotisch. Denn mit etwas mehr als 3700 Zulassungen insgesamt im vergangenen Jahr gehörte Subaru hierzulande zweifelsohne zu den eher kleineren Fischen – aber auf Augenhöhe mit Alfa Romeo. Da Subaru-Kunden zu den zufriedensten überhaupt zählen, werden sich gewiss einige aus Verbundenheit für das erste Elektromodell der Marke mit dem Sechs-Sterne-Logo entscheiden.
Die breite Mittelkonsole spannt sich wie eine schwebende Brücke zwischen Fahrer und Beifahrer auf, unter einer Klappe lassen sich Smartphones kabellos aufladen. Anstelle klassischer Rundinstrumente schaut man auf ein digitales Cockpit – und zwar nicht durchs Lenkrad hindurch, sondern ähnlich wie bei Peugeot darüber hinweg.
Was bietet dieses Auto?
Auf der Rückbank erstaunlich viel Platz und Beinfreiheit. Durch das große Panorama-Glasdach kommt reichlich Licht in den eher mit gedeckten Farben ausgekleideten Innenraum. Das Gepäckfach fasst je nach Ausstattung bis zu 452 Liter. Unter dem herausnehmbaren Ladeboden, der bündig mit der Ladekante (73 Zentimeter) abschließt, können Dinge wie das Ladekabel verstaut werden. Für den Solterra gibt es acht Jahre (oder bis zu 160.000 Kilometer) Garantie, von der auch der Akku abgedeckt ist.
Für welche Strecken eignet es sich?
Dank 71,4-kWh-Akkus sollte das Auto eigentlich auch längere Fahrten meistern. Auch der WLTP-Wert von bis zu 416 Kilometern lässt diesen Schluss zu. In der Wirklichkeit muss man jedoch die Jahreszeiten beachten: Aus vom Bordcomputer angezeigten 306 Kilometern können bei eingeschalteter Heizung schnell nur 227 Kilometer Radius werden.
Der Wagen lädt sowohl mit Wechselstrom (AC) als auch mit Gleichstrom (DC). Die an der Gleichstrom-Schnellladesäule erreichte Ladeleistung von 63 Kilowatt geht bei winterlichen Temperaturen gerade noch so in Ordnung, theoretisch sind bei milder Witterung bis zu 150 kW möglich. Warum Subaru – anders als Toyota – aktuell nur einphasiges Wechselstrom-Laden anbietet, bleibt derweil ein Rätsel. Denn die Ladezeiten an städtischen Stromtankstellen sind dadurch alles andere als kurz: Für 25,8 kWh Strom bis zur Vollladung dauerte es hier fünf Stunden.
Welchen Antrieb hat das Auto?
Toyota baut den baugleichen bZ4X auch mit Frontantrieb (ab 47.490 Euro), Subaru offeriert den Solterra ausschließlich mit zwei jeweils 109 PS/80 kW starken E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse als Allradmodell (ab 58.490 Euro).
Plus und Minus
Erstes Elektroauto der Allrad-Traditionsmarke; erstaunlich viel Platz auf der Rückbank. – Nur einphasiges AC-Laden; recht hoher Verbrauch in kühler Jahreszeit.
Autogramm
Subaru Solterra 4WD Platinum plus
Typ: SUV; Preis: 61.990 Euro; Länge: 4,69 Meter; Breite: 1,86 Meter; Höhe: 1,65 Meter; Radstand: 2,85 Meter; Leergewicht: 2057 Kilogramm; Zuladung: 493 Kilogramm; Kofferraum: 441 Liter; Sitze: fünf; Motoren: zwei permanenterregte Synchronmaschinen; Systemleistung: 218 PS/160 kW; Drehmoment: 337 Newtonmeter; Spitze: 160 km/h; 0 auf 100 km/h: 6,9 Sekunden; Batterietyp: Lithium-Ionen-Akku; Batteriekapazität: 71,4 Kilowattstunden (kWh); Ladeleistung: 150 kW; Reichweite (WLTP): 416 Kilometer; Stromverbrauch (WLTP): 17,9 kWh/100 Kilometer, Testverbrauch: 25 kWh/100 Kilometer, CO