Wirtschaft Stühlerücken im Kaufhof-Mutterkonzern

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«Köln». Beim kanadischen Kaufhof-Mutterkonzern Hudson’s Bay (HBC) gibt der für das internationale Geschäft verantwortliche Manager Don Watros seinen Posten auf.

Auch den Vorsitz des Kaufhof-Aufsichtsrats legt er nieder. Es sei für ihn Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen, sagte Watros gestern. Watros hatte die Expansion des nordamerikanischen Handelsriesen nach Europa mit vorangetrieben. HBC hat die Kölner Kaufhof-Kette übernommen, der Konzern expandiert zudem in den Niederlanden. Doch bei Kaufhof läuft längst nicht alles rund. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft verzeichnete die Warenhauskette etwa einen Umsatzrückgang. Dazu kamen Verluste. Erst in den vergangenen Wochen hatten Insider gesagt, der Kreditversicherer Euler Hermes habe Garantiezusagen für Lieferungen an die Warenhauskette gekürzt. Voraussichtlich am 05. September wird HBC Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen, diese könnten auch Aufschluss über die weitere Entwicklung beim Kaufhof geben. Die Kanadier haben die Warenhauskette 2015 vom Handelsriesen Metro gekauft und dabei den österreichischen Immobilien-Investor und Karstadt-Eigner Rene Benko ausgestochen. Watros hatte sich entschieden für den Zukauf eingesetzt. Im April wurde dann der ehemalige Toys’R’Us-Manager Wolfgang Link Chef bei HBC Europe und damit bei Kaufhof. Bei HBC dreht sich das Personalkarussell auch an anderer Stelle. Der Handelsriese bekommt einen neuen Finanzchef. Die Führungsspitze der Nordamerikaner steht auch unter Beschuss von Aktionären. Der Investor Land and Buildings hat von HBC gefordert, sich von Immobilien und dem Europa-Geschäft rund um Kaufhof zu trennen. HBC hat daraufhin mitgeteilt, die deutsche Tochter behalten zu wollen.

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