Kaiserslautern / Mainz
Solarspeicher bei Rheinland-Pfälzern begehrt
Bewilligt wurden von den 901 bisher eingegangenen Anträgen laut der rheinland-pfälzischen Energieagentur in Kaiserslautern, die mit der Abwicklung beauftragt ist, bisher 315. 16 wurden ihr zufolge abgelehnt. „Dass direkt nach dem Start des Förderprogramms durchgehend bis heute so viele Anträge bei uns eingegangen sind, hat uns überrascht“, sagt Agentur-Geschäftsführer Michael Hauer. Die eingegangenen Anträge hätten ab November 2019 bearbeitet werden sollen. Eine Verzögerung sei durch veränderte Verwaltungsvorgaben entstanden, die zu einer Besserstellung der Antragsteller geführt habe. „Wir haben diese Änderung natürlich abgewartet“, sagte Tobias Woll, Leiter des Solar-Speicher-Programms.
Allerdings habe das bei etlichen Antragstellern für Ungeduld gesorgt: Seit dem Start des Programms am 9. Oktober 2019 hat die Landesenergieagentur 726 telefonische Anfragen und 367 E-Mails von Antragstellern erhalten, die sich nach dem Bearbeitungsstand ihres Antrags erkundigten. „Wir haben größtes Verständnis für die Ungeduld der Antragsteller, die darauf brennen, ihr Projekt umzusetzen“, sagt Tobias Woll. Bislang seien 3,5 Mitarbeiter in die Bearbeitung der Anträge einbezogen gewesen. Seit Februar seien drei neue Mitarbeiter zu dem Team dazugestoßen. „Wir werden darüber hinaus alle Antragsteller, deren Antrag noch offen ist, anschreiben und über den Stand der Dinge informieren“, kündigte Woll an. Die Bearbeitungszeit hänge wesentlich davon ab, ob alle notwendigen Informationen im Antrag enthalten seien oder ob es Nachfragen gebe.
Anträge ab sofort online ausfüllbar
Um die Prüfung der Anträge zu beschleunigen, könnten private und kommunale Antragsteller ab sofort ihren Antrag online ausfüllen. So ausgefüllte Anträge müssten aber weiterhin ausgedruckt, unterschrieben und per Post an die Energieagentur Rheinland-Pfalz gesendet werden.
Das Landesumweltministerium stellt 5 Millionen Euro für das Programm bereit; 1,3 Millionen Euro für private Haushalte und 3,7 Millionen Euro für Kommunen. Für Privathaushalte liegt die Förderung des Heimspeichers bei 100 Euro pro Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Speicherkapazität. Der Zuschuss beträgt maximal 1000 Euro. Voraussetzung ist die Neuinstallation einer PV-Anlage mit einer Leistung von mindestens fünf Kilowatt Peak (kWp). Speicher in Kommunen werden mit ebenfalls 100 Euro pro kWh nutzbarer Speicherkapazität gefördert, höchstens mit 10.000 Euro je Vorhaben. Fördervoraussetzung ist die Neuinstallation einer PV-Anlage mit einer Leistung von mindestens zehn kWp.