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Roche baut Standort Mannheim aus
Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, investiert Roche mehr als 206 Millionen Euro in Mannheim, wo rund 8400 Mitarbeiter beschäftigt sind. 106 Millionen Euro davon fließen in den Ausbau der Diagnostika-Produktion. Weitere 100 Millionen Euro wendet Roche für die Standortmodernisierung auf. „Die Investitionen bestätigen das Vertrauen des Konzerns in den Mannheimer Standort“, sagte Claus Haberda, Geschäftsführer der Mannheimer Roche Diagnostics GmbH.
Nach Angaben einer Roche-Sprecherin sind 135 neue Arbeitsplätze entstanden, 85 davon in der Logistik wegen des dort stark gestiegenen Warenumschlags. In der Diagnostika-Produktion wurden wegen der stark gestiegenen Nachfrage nach den verschiedenen Sars-CoV-2-Testlösungen von Roche rund 50 neue Stellen geschaffen. Die neuen Arbeitsplätze führen aber nicht zu einem Anstieg der Beschäftigung am Standort. Roche teilte mit, das Unternehmen gehe von einem weiterhin stabilen Beschäftigungsstand von rund 8400 Mitarbeitern aus. Die vielfältigen Fachfunktionen am Standort führten dazu, so der Konzern, dass es hin und wieder in einzelnen Bereichen einen Abbau geben könne, in anderen dafür Personal aufgebaut werde.
Am Standort Mannheim, ein Schwerpunkt des Diagnostika-Geschäfts im Roche-Konzern, werden unter anderem Diagnostika-Tests produziert. Hier befindet sich auch ein globales Logistikzentrum für Diagnostika. In Mannheim werden zudem Diabetes-Teststreifen und Insulinpumpensysteme hergestellt und Medikamente gegen Krebserkrankungen abgefüllt und verpackt.
Der Umsatz in der Roche-Diagnostika-Sparte war in den ersten neuen Monaten des Jahres währungsbereinigt um 9 Prozent gegenüber der gleichen Vorjahreszeit auf 9,7 Milliarden Franken (9 Mrd Euro) gestiegen. Das Wachstum sei vor allem auf das führende Angebot von Roche bei Covid-19-Tests zurückzuführen. Alleine im dritten Quartal habe der Umsatz mit Diagnostika um 18 Prozent zugelegt.