Wirtschaft Ravensburger: Spielehersteller setzt aufs Ausland

Ravensburger will Spiele künftig gezielt für den ausländischen Markt entwickeln.
Ravensburger will Spiele künftig gezielt für den ausländischen Markt entwickeln.

«Stuttgart.» Der Spielehersteller Ravensburger hat 2016 mehr umgesetzt als im Vorjahr, aber weniger verdient.

Es gehe künftig darum, internationaler zu denken, sagte Vorstandschef Clemens Maier gestern in Stuttgart. Statt ein Produkt für Deutschland zu entwickeln und es dann auch im Ausland zu verkaufen, müsse man sich auf internationalen Märkte anschauen, wo Bedarf sei, sagte er. Bisher hat Ravensburger Niederlassungen in fast allen europäischen Märkten, den USA und Japan. Das Netz soll dort ausgebaut werden, wo es Sinn ergebe, „eigene Leute hinzusetzen“. Sonst seien Zukäufe durchaus eine Option. 2016 setzte die Unternehmensgruppe rund 474 (Vorjahr: 444) Millionen Euro um. Der Jahresüberschuss betrug rund 32 (33,5) Millionen Euro. Beim Umsatz zugelegt hätten alle Geschäftsbereiche, so Maier. Wachstumstreiber waren auch klassische Spielwaren wie Brettspiele. Das Unternehmen wolle seine digitale Kompetenz ausbauen, sagte Maier. Ein Beispiel dafür sei eine Kugelbahn, die noch 2017 auf den Markt kommen soll. Mit dieser könne man sowohl in der analogen Welt als auch digital spielen: Man könne die Bahn tatsächlich aufbauen oder auf dem PC und in einer App und sich per Virtual-Reality-Brille virtuell auf die Kugel setzen und Achterbahn fahren.

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