Auto-Test RHEINPFALZ Plus Artikel Nissan Juke: Design besonders fein

Das konturenreiche Heck des Juke schränkt die Sicht nach hinten ein.
Das konturenreiche Heck des Juke schränkt die Sicht nach hinten ein.

Das Modell Juke des japanischen Autobauers Nissan gilt mit Fug und Recht als besonders interessante, mutig-extravagante Erscheinung: Er ist nicht nur Gesicht in der Menge, sondern sozusagen auch Körper und Geist. Denn er verknüpft Design und Nutzwert auf geschickte Weise.

Klappt man die Rücksitzlehnen um versenkt man den variablen Kofferraumboden, staunt man nicht schlecht, was so alles in den Wagen reinpasst. Nissan gibt das maximale Laderaumvolumen mit fast 1100 Litern an. Für einen rund 4,20 Meter langen, 1,80 Meter breiten und knapp 1,60 Meter hohen Viertürer, dessen hintere Türgriffe raffiniert weit oben in den Flanken versenkt sind, ein sehr guter Wert.

Blick über die Haube

Wer also einen Crossover-Hingucker auf vier Rädern sucht und dennoch auf ein im Alltag nützliches, variables Fahrzeug nicht verzichten will, kann sich mit dem Juke schnell anfreunden. Das gilt insbesondere auch für die Sitzposition hinter dem Lenkrad mit dem schönen Blick über die Motorhaube und der Innenraum-Illumination. Unter der Haube unseres Testfahrzeugs arbeitete ein 117 PS starker Dreizylinder-Ottomotor, der bei knapp einem Liter Hubraum für ein maximales Drehmoment von 180 Newtonmetern gut ist. Ja, der wirklich gut ist, denn der rund 1,2 Tonnen schwere Juke kommt damit erstaunlich flott vom Fleck weg, zieht also prima an und schafft immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.

Schalten macht Spaß

Das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe lässt sich hervorragend bedienen. Am Fahrverhalten und dem Abrollkomfort des Fronttrieblers kann man allenfalls den teilweise etwas unruhigen Lauf bemängeln. Eine andere Reifengröße könnte hier vermutlich Abhilfe schaffen. Aber im Prinzip spurt der Juke gut. Auch dank des Fahrerassistenzpakets Pro für rund 770 Euro, das unter anderem einen autonomen Lenkassistenten für selbstständiges Spurhalten bietet.

Mit Rückfahrkamera

Schon für knapp unter 19.000 Euro gelingt der Einstieg in die Baureihe Juke. Der Testwagen in der Version N-Connecta 1.0 DIG-T 117 MT lag bei etwas über 25.000 Euro und bot zum Beispiel das rund 380 Euro teure Navigationssystem mit Kartenaktualisierung für drei Jahre. Zur Grundausstattung des Juke N-Connecta gehören zum Beispiel eine Rückfahrkamera, Einparksensoren hinten, ein Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Klimaautomatik sowie ein Infotainment-System mit Smartphone-Anbindung.

Den von Nissan angegebenen Durchschnittsverbrauch von 4,9 Litern Benzin pro 100 Kilometer (CO2: 112 g/km, Euro 6d-Temp) schafften wir nicht. 5,5 Liter waren aber auch nicht von schlechten Eltern.

Fazit: Die umfangreiche, vielseitige Modellpalette von Nissan, die auch Elektrofahrzeuge bietet, ist durch den Juke kreativ aufgewertet worden. Er ist sozusagen ein Spaßauto, das seine Alltagsaufgaben sehr ernst nimmt.

Plus und Minus

Ungewöhnliches Äußeres, aber mit viel Nutzwert. Gut verarbeitet. Angenehmer Innenraum. Rundumsicht bescheiden.
Zwar keine ebene Fläche, aber enorm viel Stauraum: Lademeister Juke.
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Langweilig sieht der Juke weiß Gott nicht aus.
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