Wirtschaft Neue Halberg Guss: Frühere Schließung, größerer Jobabbau

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«Frankfurt/Saarbrücken.» Der Autozulieferer Neue Halberg Guss (NHG) wird sein Werk in Leipzig früher schließen und in Saarbrücken mehr Arbeitsplätze abbauen.

Damit reagiere das Unternehmen auf eine schlechtere Auftragslage wegen des langen Konflikts mit der Gewerkschaft IG Metall, teilte die Geschäftsführung der NHG gestern in Frankfurt mit. Der Standort Leipzig werde bereits Ende März 2019 statt Ende 2019 geschlossen. Und in Saarbrücken würden bis Ende März 2019 rund 400 Stellen gestrichen – bislang war von einem Wegfall von 300 Arbeitsplätzen die Rede gewesen. Ein „forcierter Kapazitäts- und Stellenabbau“ sei nun unumgänglich, so die NHG. Die Auftragslage habe sich im Vergleich zum Mai, als die Gespräche mit IG Metall begannen, „deutlich verschlechtert“. Kunden hätten Aufträge bei anderen Zulieferern platziert und den Abzug weiterer Bestellungen angekündigt. Die NHG gehe davon aus, dass sich die Produktion bis Mitte 2019 mehr als halbieren werde. In den vergangenen vier Monaten habe die Geschäftsleitung vergeblich versucht, mit der IG Metall einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln, hieß es. Die sei auch mit einem Schlichter nicht gelungen: Mitte September hatte die NHG die Schlichtung für gescheitert erklärt. Grund sei gewesen, dass die Gewerkschaft auf Forderungen beharrt habe, die das Unternehmen in die Insolvenz getrieben hätten. Die Schlichtung lief seit Ende Juli – nach rund sechs Wochen Streik. Der Ausstand habe die Auslastung beider Werke nach Wiederanlaufen der Produktion deutlich verschlechtert, teilte die NHG mit. In Leipzig gibt es rund 700 Beschäftigte, in Saarbrücken rund 1500 Jobs. Der Zulieferer von Motorblöcken und Antriebswellen gehört zur bosnisch-deutschen Prevent-Gruppe der Familie Hastor.

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