Auto-Test
Mit dem Suzuki Vitara auf dem Hybrid-Trip
Auch am Heck deuten die ungewöhnlich geformten Leuchten auf ein Fahrzeug hin, das ein bisschen aus dem SUV-Allerlei herausstechen möchte; schick wirkt die Zweifarblackierung.
Wie fühlt man sich in dem Auto?
Im Cockpit herrscht das übliche Wischen und Tippen, hinzu kommen Schalter für den Schnellzugriff. Nicht ideal fanden wir den tief platzierten und etwas kleinen Bildschirm. Die Sitze vorne sind gut, im Fond geht es naturgemäß knapper zu, leider ist die mittlere Kopfstütze für Erwachsene zu kurz. Der Kofferraum fasst unter der Abdeckung 289 Liter – insgesamt sind 1046 Liter verfügbar, was im unteren Mittelfeld anzusiedeln ist. Diese Werte haben mit dem Vollhybrid-Antrieb zu tun, da die Batterie für den Elektromotor unterm Ladeboden das Fassungsvermögen um gut 70 Liter verkleinert. Beim Umklappen der Rücklehnen entsteht eine beinahe ebene Fläche, wobei die Ladekante 75 Zentimeter überm Boden liegt.
Welchen Antrieb hat das Auto?
Jetzt wird es interessant, denn neben einem mildhybriden Vitara bietet Suzuki den Wagen auch als Vollhybriden an. Das heißt, beim Testwagen kam neben dem 1,5-Liter-Benziner noch ein Elektromotor zum Einsatz, sodass eine Gesamtleistung von 115 PS/85 kW verfügbar ist. Natürlich kann man vollelektrisch keine langen Strecken fahren, wir rollten bei Langsamstfahrt rund einen Kilometer weit. Das ist immer dann der Fall, wenn man beispielsweise in Spielstraßen, im Parkhaus oder im Stau vor sich hin kriecht. Geladen wird durch Bremsenergierückgewinnung und im Schub. Normalerweise unterstützt der Elektromotor den Benziner beim Beschleunigen und hilft somit, Kraftstoff zu sparen. Im Test haben wir exakt der Normverbrauchswert von 5,3 Litern Benzin erreicht.
Wie arbeitet das Getriebe?
Etwas gewöhnungsbedürftig ist das automatisierte Sechsganggetriebe. Zum Wechseln der Stufen will der Vitara in höhere Drehzahlbereiche gebracht werden; von Hand hätte man da längst geschaltet. In jedem Fall gibt’s keine Schaltunterbrechungen, dafür sorgt der in Aktion tretende E-Motor. Möchte man für einen Überholvorgang richtig Leistung abrufen, gelingt dies im Eco-Modus mittels beherztem Durchdrücken des Gaspedals – oder etwas zurückhaltender im Normal-Programm. Diese unterschiedlichen Fahrzustände lassen sich über einen Knopf links vom Lenkrad umschalten.
Was bietet das Auto?
Mit 129 PS/95 kW leistendem 1,4-Liter-Benziner kostet der handgeschaltete Vitara ab 25.850 Euro. Der 1,5-Liter-Testwagen in bester Comfort+-Ausstattung für 32.750 Euro hatte Annehmlichkeiten wie Klimaautomatik, Sitzheizung, Panorama-Glasschiebedach, Infotainment mit Navi und Smartphone-Anbindung, 17-Zoll-Felgen und zahlreiche Sicherheitssysteme einschließlich Rückfahrkamera an Bord. Für die Metallic-Zweifarblackierung werden weitere 1000 Euro fällig. Man kann den Vitara auch mit Allradantrieb bestellen (1850 Euro).
Wozu eignet sich das Auto besonders?
Gemäß der Vollhybrid-Erkenntnis, dass man in der Stadt zu 80 Prozent elektrisch fahren kann, lohnt es sich natürlich in Ballungsgebieten am meisten, die Hybridtechnologie an Bord zu haben.
PLUS UND MINUS
Hybridtechnologie zum Kraftstoffsparen im Stadtgebiet, Normal- und Eco-Fahrmodus wählbar, gute Sitze . – Mäßige Kofferraumgröße, tief platzierter und kleiner Bildschirm.
Autogramm
Suzuki Vitara 1.5 Dualjet Hybrid AGS Comfort+ , Typ: Kompakt-SUV; Preis: 32.750 Euro; Länge: 4,17 Meter; Breite: 1,78 Meter; Höhe: 1,60 Meter; Radstand: 2,50 Meter; Leergewicht: 1320 Kilogramm; Zuladung: 405 Kilogramm; Kofferraum: 289 Liter; Sitze: 4+1; Tankinhalt: 47 Liter; Motor: Otto-Vierzylinder; Hubraum: 1462 Kubikzentimeter; maximale Leistung: 102 PS/75 kW bei 6000 U/min; maximales Drehmoment: 138 Newtonmeter (Nm) bei 4400 U/min; Elektromotor: 32 PS/24 kW; Systemleistung: 115 PS/85 kW; Getriebe: Automatisierte Sechsgang-Schaltung; Spitzengeschwindigkeit: 180 km/h; 0 auf 100 km/h: 13,5 Sekunden; Normverbrauch: 5,3 Liter Benzin pro 100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 121 Gramm/km, Testverbrauch: 5,3 Liter pro 100 Kilometer.