Wirtschaft Meldungsmarkt: Chinas Exporte wachsen langsamer als erwartet

Exportweltmeister China hat im Juli einen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Ausfuhren wuchsen mit 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächer als erwartet und so langsam wie seit Februar nicht mehr, teilte die chinesische Zollbehörde gestern mit. Die Importe legten um 11,0 Prozent zu. Die Zahlen dürften Sorgen um die Binnennachfrage in China und vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft schüren. Zuletzt hatte China verstärkt mit ermutigenden Konjunkturdaten geglänzt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hob kürzlich seine Wachstumsprognose für die Volksrepublik in diesem Jahr von 6,6 auf 6,7 Prozent an. Für 2018 werden 6,2 Prozent erwartet. Allerdings hatten Experten wegen der politischen Risiken wie etwa den Streit in Handelsfragen mit den USA sowie den Nordkorea-Konflikt ein langsameres Exportwachstum befürchtet. Der von US-Präsident Donald Trump scharf kritisierte Exportüberschuss Chinas legte im Juli auf 46,7 Milliarden Dollar (39,8 Mio Euro) zu, den höchsten Stand seit Januar. Der Überschuss im Handel mit den USA lag nahezu unverändert zum Juni bei 25,2 Milliarden Dollar. Die deutsche Wirtschaft bietet so viele Jobs an wie nie zuvor. Im zweiten Quartal gab es bundesweit rund 1,1 Millionen offene Stellen, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gestern nach einer repräsentativen Umfrage in Betrieben mitteilte. Damit wurde der im ersten Vierteljahr erreichte bisherige Höchststand um 35.000 übertroffen. In Westdeutschland waren 938.000 Jobs zu vergeben, im Osten 261.000. „Immer noch gelingt es, die allermeisten Stellen nach einer gewissen Zeit zu besetzen“, sagte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. „Es kann jedoch länger dauern als noch vor einigen Jahren.“ Trotz der sehr hohen Personalnachfrage könne nicht von einem flächendeckenden Fachkräftemangel gesprochen werden. „Wir sehen aber in einigen Bereichen zunehmende Engpässe“, so Kubis. Händeringend nach Personal sucht demnach das verarbeitende Gewerbe. Hier wuchs die Summe der offenen Stellen im zweiten Quartal um 6000 verglichen mit dem Jahresbeginn auf 124.000. Im Baugewerbe gab es eine Zunahme von 13.000 auf 101.000.