Wirtschaft Meldungsmarkt: Abgas-Skandal: Daimler muss 6300 Vito zurückrufen

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat den Autobauer Daimler wegen des Vorwurfs einer illegalen Abgastechnik zum Rückruf von knapp 6300 Fahrzeugen des Typs Vito verpflichtet. Darunter sind 1372 Fahrzeuge des Modells Mercedes Vito 1.6 l Diesel Euro 6 in Deutschland und 4923 weltweit, wie das Bundesverkehrsministerium gestern mitteilte. Das KBA habe bei Messungen unzulässige Abschalteinrichtungen der Abgasreinigung festgestellt, durch die es im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten Emissionen von Stickoxid (NOx) kommen könne. Daimler müsse diese unzulässige Technik entfernen. Der deutsche Fernbus-Marktführer Flixbus will der Deutschen Bahn (DB) auf weiteren Strecken auch mit Zügen Konkurrenz machen. „Ab 2019 sollen Flixtrain-Züge auch zwischen Berlin und München beziehungsweise Köln und Berlin verkehren“, teilte das Unternehmen gestern mit. Zwischen Berlin und München hofft Flixbus, über die Schnellfahrstrecke fahren zu können, die erst im Dezember eröffnet worden ist, wie ein Sprecher bestätigte. In diesem Jahr will Flixbus etwa 500.000 Bahn-Fahrkarten verkaufen. Die Deutsche Bahn zählt pro Jahr etwa 140 Millionen Fahrgäste in ihren Intercity und ICE. Immer weniger Beschäftigte in Deutschland profitieren nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern von Tarifverträgen. Die seit Jahren anhaltende Tendenz habe sich zuletzt sogar noch leicht beschleunigt, geht aus einer gestern veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Wurden etwa 1996 noch 70 Prozent aller westdeutschen Beschäftigten nach Branchentarifverträgen entlohnt, so seien es 2017 nur noch 49 Prozent gewesen. Im Osten sei der Anteil in dem Zeitraum von 56 auf 34 Prozent gesunken. Die Autoren der Studie führen den Rückgang der Tarifbindung unter anderem auf den Strukturwandel zurück. Es gebe vor allem im Dienstleistungssektor immer mehr kleinere Betriebe, in denen Gewerkschaften und Tarifverträge keine große Rolle spielten. So viele neue Wohnungen wie seit 15 Jahren nicht mehr wurden 2017 gebaut – dennoch reicht das Angebot nicht aus. Knapp 285.000 Neubauwohnungen wurden fertiggestellt und damit 2,6 Prozent mehr als 2016, wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte. Eine höhere Anzahl an fertig gestellten Wohnungen als 2017 gab es zuletzt 2002 – damals waren es knapp 290.000. Danach sank die Anzahl stark ab, bis sie ab 2011 wieder zulegte. Das Plus könnte noch stärker ausfallen. Im vergangenen Jahr wurden laut Statistik deutlich mehr neue Wohnungen genehmigt als tatsächlich fertiggestellt: Knapp 348.000 Wohnungen hatten die Behörden 2017 genehmigt. Zusammen mit sogenannte Bauüberhängen aus vorigen Jahren waren damit 2017 653.300 Wohnungen genehmigt, wurden aber nicht fertig gebaut. Der Bauüberhang erreichte damit den höchsten Stand seit 1999, wie die Statistiker mitteilten.