Wirtschaft RHEINPFALZ Plus Artikel Kommentar zur Corona-Krise: Schläge gegen den unsichtbaren Feind

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Wissenschaftler weltweit liefern binnen Monaten entscheidende Erfolge im Kampf gegen das neuartige Coronavirus.

Von Olaf Lismann

In drängenden Krisenzeiten wie diesen mag der Fortschritt im Kampf gegen das Coronavirus vielen quälend langsam vorkommen. Aber Forschung braucht Zeit. Dennoch: Die Schlagzahl, die Wissenschaftler weltweit derzeit vorlegen, ist außergewöhnlich hoch. Und die ersten Erfolge sind da. Binnen Monaten hat Roche ein Nachweisverfahren für das Virus im Großmaßstab vorgelegt. Hier hat der weltweit führende Diagnostika-Hersteller und größte Biotechnologie-Konzern der Welt einen herausragenden Beitrag geleistet. Die Fähigkeit, möglichst viele Menschen darauf zu testen, ob sie mit Sars-CoV-2 infiziert sind, ist wesentlich, um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen.

In China zuerst und dann auch in anderen Ländern wurden zudem bei schwerstkranken Covid-19-Patienten, die vom Tode bedroht waren, vorhandene Medikamente eingesetzt, die eine antivirale oder entzündungshemmende Wirkung haben. Mit vielversprechendem Erfolg, wie sich jetzt zeigt. Wobei wieder Roche ins Spiel kommt. Mit dem Arthritis-Mittel Actemra ist der Konzern aber nur einer unter mehreren Pharmaherstellern, die hier mit möglicherweise wirksamen Mitteln aufwarten können. Das Medikament von Roche bekämpft dabei allerdings nicht die Ursache der Krankheit, das Virus. Aber es kann offenbar schwerkranken Patienten über eine kritische Phase hinweghelfen, bis der Körper sich aus eigener Kraft des Krankheitserregers entledigen kann. Das ist ebenfalls ein entscheidender Beitrag.

Auch bei der Entwicklung eines Impfstoffes gibt es Hoffnung und Aussicht auf einen vergleichsweise schnellen Erfolg. Allerdings nicht bei Roche, denn der Konzern arbeitet nicht auf diesem Gebiet. Aber eine Reihe von Unternehmen arbeitet an Impfstoffen, die schnell in großer Menge produziert werden können. Sie sind unverzichtbar, wenn wir das Virus unter Kontrolle bringen wollen.

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