Wirtschaft Kommentar: Verdiente Vorschusslorbeeren

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In der Rhein-Neckar-Region ist die Freude über die Rückkehr von Frank Klingenhöfer groß. Auf ihn warten aber viel Arbeit und einiger Ärger.

Frank Klingenhöfer, der bereits am 2. März den ersten öffentlichen Auftritt in seiner neuen Funktion hatte, aber erst gestern offiziell als neuer Chef von DB Regio Mitte vorgestellt wurde, sagte dabei, er sei „überwältigt von den Vorschusslorbeeren“, die er seit seiner Rückkehr bekommen habe. Diese Vorschusslorbeeren sind die Folge des sehr guten Eindrucks, den Klingenhöfer hier in früheren Jahren hinterlassen hat. Ähnlich wie der neue Bahnchef Richard Lutz kann Klingenhöfer bei seinen Mitarbeitern außerdem auf einen Sympathiebonus hoffen, weil er aus einer Eisenbahnerfamilie stammt. Der Vater war Fahrdienstleiter, der Großvater Rangierer und der Urgroßvater Dampflokführer im nordhessischen Bebra. Das Bahnbetriebswerk Bebra hatte zu Dampflokzeiten enorme Bedeutung für den Verkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Strecke. In Nordhessen hat DB Regio allerdings fast alle Aufträge an Konkurrenten verloren. Klingenhöfers wichtigste Aufgabe ist wohl derzeit, zu verhindern, dass dies auch bei der Ausschreibung von Los zwei der S-Bahn Rhein-Neckar passiert. Ärger zeichnet sich schon beim neuen Verkehrsvertrag Main-Neckar-Ried ab, der für die Metropolregion eigentlich bedeutende Verbesserungen bringen soll. Hier muss Klingenhöfer dafür sorgen, dass wenigstens die Linie von Heidelberg und Mannheim über Darmstadt nach Frankfurt auf neue Triebwagen umgestellt werden kann. Nur mit diesen Fahrzeugen ist es möglich, die Züge in Neu-Edingen/Friedrichsfeld zu kuppeln und so für Mannheim und Heidelberg stündlich umsteigefreie Verbindungen anzubieten. Bei den anderen Linien wäre es dagegen kein großes Problem, wenn das verbesserte Angebot übergangsweise mit lokbespannten Ersatzgarnituren gefahren wird.

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