Wirtschaft Kommentar: Grund zum Feiern

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Trotz einiger Pannen ist der Verkehr von ICE und TGV zwischen Paris und Südwestdeutschland ein Beispiel für gelungene Kooperation in Europa.

Symbole für eine funktionierende deutsch-französische Kooperation sind derzeit besonders gefragt. Wenn die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo am 1. Juni sozusagen zum 10. Geburtstag des deutsch-französischen ICE/TGV-Verkehrs über die Ost-Schnellbahn einen ICE auf den Namen Paris tauft, ist das ein solches Symbol. Kaum irgendwo in Frankreich hat eine so große Mehrheit bei den französischen Präsidentschaftswahlen für den europafreundlichen Emanuel Macron und gegen die EU-feindliche Marine Le Pen gestimmt wie in der Hauptstadt Paris. Anne Hidalgo ist aber auch deswegen eine passende ICE-Taufpatin, weil sie als besonders couragierte Kämpferin gegen verkehrsbedingte Umweltbelastungen bekannt ist. Sie hat dabei auch den Mut für Maßnahmen, die zwar nicht unumstritten, aber sinnvoll sind. Ein Spaziergang auf der vom Autoverkehr befreiten Straße am rechten Seine-Ufer gegenüber der Ile de la Cité ist allein schon ein Grund, wieder mal nach Paris zu fahren. Allerdings gebietet die Fairness anzuerkennen, dass nicht nur die Sozialistin Hidalgo, sondern auch Politiker der konservativen Republikaner in dieser Hinsicht große Verdienste haben. Das gilt ganz besonders für Alain Juppé, den Bürgermeister von Bordeaux. Er hat nicht zuletzt mit einem vorbildlichen Straßenbahnsystem seine Stadt erheblich vorangebracht. Verdienter Lohn ist demnächst eine superschnelle TGV-Verbindung nach Paris.

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