Wirtschaft Kommentar: Gewinn auch für Umwelt?

Das neue Logistikkonzept bringt der BASF hohe Effizienzfortschritte. Für die Umwelt ist es ein Gewinn, wenn so der Anteil der Bahntransporte steigt.
Die Schiene ist als Verkehrsmittel vor allem dann effizient, wenn große Mengen über lange Strecken zu transportieren sind. Demgegenüber ist die Verteilung an verschiedene Entladestellen oft mit erheblichem Aufwand verbunden. Hier setzt das neue Logistikkonzept der BASF an. Es wendet das Prinzip des kombinierten Verkehrs auf ein Werksgelände an und nutzt dabei vollautomatische Fahrzeuge, deren Einsatz in diesem Rahmen sicher weit unproblematischer ist als im öffentlichen Straßenraum. Dass dem neuen Konzept ein Viertel der Arbeitsplätze im BASF-Eisenbahnbereich zum Opfer fällt, wird von der BASF nicht offensiv kommuniziert, aber auch nicht verschwiegen. Solche Rationalisierungseffekte sind allerdings angesichts des Kostendrucks in der Logistikbranche dringend erforderlich, um die Konkurrenzfähigkeit des umweltschonenden Verkehrsträgers Schiene zu verbessern. Die BASF gehört zweifellos zu den Unternehmen, die relativ viel dafür tun, ihre Transporte möglichst umweltschonend zu gestalten. Arbeitsplatzabbau durch das neue Logistikkonzept wird in der Öffentlichkeit sicher auf mehr Verständnis stoßen, wenn damit tatsächlich der Effekt verbunden ist, dass ein größerer Teil des Verkehrsaufkommens mit der Bahn transportiert wird.