Wirtschaft Kein Konzern wertvoller als Apple

Gemessen am Börsenwert landete die BASF 2017 auf Platz 89 der weltweit 100 wertvollsten Unternehmen.
Gemessen am Börsenwert landete die BASF 2017 auf Platz 89 der weltweit 100 wertvollsten Unternehmen.

«Frankfurt». Der Technologiegerätehersteller Apple, die Google-Mutter Alphabet und die Software-Schmiede Microsoft waren auch 2017 die Lieblinge der Anleger. Die drei US-Konzerne stehen erneut an der Spitze der 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt. Chinesische Internetfirmen holten aber kräftig auf. Die deutschen Konzerne SAP, Siemens, Bayer, Allianz, BASF und VW schafften es unter die Top 100.

Das geht aus einer gestern veröffentlichten Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY hervorgeht. SAP, Siemens, Bayer, Allianz, BASF und VW waren in der Summe mit 662 Milliarden Dollar (554,7 Mrd Euro) gerade einmal so viel wert wie der Softwarekonzern Microsoft (661 Mrd Dollar). Das Walldorfer Softwareunternehmen SAP rangierte in diesem Jahr als teuerstes deutsches Unternehmen auf Platz 62, gefolgt von Siemens (72), Bayer (84), Allianz (85), BASF (89) und VW (94). Als europäisches Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert kam der niederländische Energiekonzern Royal Dutch Shell auf Rang 17. „Obwohl die europäische Wirtschaft sich derzeit deutlich erholt, spielen Europas Top-Konzerne an den Weltbörsen nur eine untergeordnete Rolle“, analysierte EY-Deutschland-Chef Hubert Barth. US-Konzerne dominierten weiter und asiatische Unternehmen holten stark auf. Die chinesischen Internetkonzerne Tencent Holdings und Alibaba dehnten ihren Börsenwert binnen Jahresfrist auf mehr als das Doppelte aus und stießen in die globalen Top Ten vor. Hohe Wertzuwächse an den Börsen werden Barth vor allem im Bereich digitaler Zukunftstechnologien erzielt. „Auf diesem Feld sind die US-amerikanischen und chinesischen Unternehmen führend. In Europa dominieren dagegen noch die traditionellen Industriebranchen.“ Zusammengenommen rangieren 24 europäische Unternehmen unter den ersten 100 und damit so viele wie vor einem Jahr. Aus Asien schafften 22 und damit drei Konzerne mehr den Sprung in die Top-Liga. Mit Abstand die meisten Unternehmen kommen weiterhin aus Nordamerika, wiewohl sich ihre Anzahl von 57 auf 54 verringerte. Der kumulierte Marktwert aller 100 Unternehmen stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 26 Prozent auf 20,2 Billionen Dollar. Die US-Unternehmen vereinten mit 12,2 Billionen Dollar etwa 60 Prozent davon auf sich. Auch wenn das Interesse der Investoren zunehmend Technologiefirmen gilt, waren fast ein Viertel (24) der Top-100-Unternehmen Konsumgüterhersteller. Auf Platz zwei landete der Finanzsektor (21 Unternehmen). 19 Firmen sind im Bereich der Informationstechnologie tätig. Industrieunternehmen spielten im Vergleich dazu lediglich eine untergeordnete Rolle: Acht Industrieunternehmen, so viele wie im Vorjahr, zählten zu den 100 wertvollsten Konzernen. Aktienchart: SAP/Nils fragt

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