Wirtschaft Kaufhof-Mutter HBC schwächelt

«Toronto.» Das Europa-Geschäft des kanadischen Handelsriesen HBC, dem die vor einer Fusion mit dem Konkurrenten Karstadt stehende Warenhauskette Kaufhof gehört, schreibt immer höhere Verluste.
HBC habe in Europa im zweiten Quartal ein deutlich gestiegenes Minus von 121 Millionen kanadischen Dollar (rund 80 Millionen Euro) verzeichnet, teilte der Handelskonzern gestern mit. Vor Jahresfrist hatte der Verlust noch bei 81 Millionen kanadischen Dollar gelegen. Die vergleichbaren Umsätze seien um 4,7 Prozent gesunken. Die Zusammenlegung von Kaufhof und Karstadt werde aber zu einer Stabilisierung der Lage im Europa-Geschäft beitragen, kündigte HBC-Chefin Helena Foulkes an. HBC und Karstadt-Eigner Signa hatten am Dienstag die Fusion der beiden Ketten verkündet. Die Firmen sollen so im Wettbewerb mit den florierenden Online-Händlern gestärkt werden. Vor allem Kaufhof-Beschäftigte befürchten Jobabbau und die Schließung von Filialen. Auch außerhalb von Europa fuhr HBC Verluste ein. Es liege noch viel Arbeit vor ihr, räumte die seit Jahresbeginn amtierende Foulkes ein.