Cybersicherheit IT-Sicherheitsfirma Opfer von Hackern
Die IT-Sicherheitsfirma FireEye aus den USA ist nach eigenen Angaben selbst Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die Identität der Angreifer sei bisher nicht geklärt, ihr Vorgehen weise aber auf einen staatlich organisierten Angriff einer „Nation mit offensiven Fähigkeiten auf höchstem Niveau“ hin, schrieb FireEye-Chef Kevin Mandia in einem Blog-Eintrag am Dienstag. Die Hacker hätten es auf Informationen zu Regierungskunden sowie auf Diagnose-Anwendungen der Firma abgesehen.
Nach Firmenangaben wurden Anwendungen gestohlen, mit denen die Firma selbst arbeitet und dabei die Verhaltensweisen von Angreifern nachahmt, um Schwachstellen in Systemen aufzudecken. Kundendaten hätten die Hacker demnach nicht erbeutet. Nach Informationen der „Washington Post“ soll es sich bei den Angreifern um die gleichen russischen Hacker handeln, die vor einigen Jahren Angriffe auf das Weiße Haus und das US-Außenministerium ausführten und kürzlich versuchten, Ergebnisse aus der Corona-Impfstoff-Forschung zu stehlen. Mark Warner, der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Senat sagte, der Fall zeige, wie schwer es sei, „entschlossene staatliche Hacker zu stoppen“.