Wirtschaft IG Metall: Für klare Arbeitszeitregeln

. Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten will einer Studie der IG Metall zufolge auch in einer zusehends digitalisierten Arbeitswelt starke Arbeitszeitregeln – „mit Ruhezeiten, mit einem Recht auf Abschalten“. Damit hätten 96,4 Prozent der 681.000 befragten Beschäftigen in der Industrie dem Wunsch der Arbeitgeberverbände Gesamtmetall und BDA widersprochen, Höchstgrenzen und feste Ruhezeiten nicht mehr im Gesetz zu regeln. Wie IG Metall-Chef Jörg Hofmann gestern sagte, sei das Ergebnis vor der Bundestagswahl im Herbst eine „klare Ansage an die Politik“. Im übrigen gebe es jetzt schon Öffnungsklauseln, etwa für Beschäftigte in der IT-Branche. Der Studie zufolge ist für knapp zwei Drittel der Befragten „die faire Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt“ ein wichtiges Thema. Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass sich diejenigen Beschäftigen, die um ihren Job fürchten, mit dieser Frage schwerer täten, sagte Hofmann. Eine Mehrheit von 93 Prozent fordert darüber hinaus eine Bildungspolitik, die Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft eröffne und „verbrieftes Recht jedes Beschäftigten auf betriebliche Weiterbildung garantiere“, so Hofmann. |dpa/afp