Wirtschaft ICE-Fahrt nach Paris mit Bahncard nun oft viel teurer

«Ludwigshafen.» Flexibel nutzbare ICE-Fahrkarten nach Paris sind für Bahncard-Besitzer unangekündigt erheblich teurer geworden.
In den ICE und TGV, die von Frankfurt über Mannheim und Kaiserslautern nach Paris fahren, gibt es zwei Sorten von Fahrkarten. Zum einen kontingentierte Tickets, die an einen Zug gebunden sind und „Sparpreis Europa Frankreich“ heißen. Zum anderen Flexpreis-Tickets, die wegen der Reservierungspflicht im Paris-Verkehr zwar nicht so flexibel nutzbar sind wie im deutschen Binnenverkehr, aber immerhin kostenlos umgebucht werden können. Für Reisende mit Flexpreis-Ticket war seit Aufnahme des ICE-Verkehrs nach Paris im Juni 2007 der Besitz einer Bahncard vorteilhaft. Mit ihr gab es nicht nur (bei Bahncard 25) 25 Prozent beziehungsweise (bei Bahncard 50) 50 Prozent Rabatt auf dem deutschen Streckenteil, sondern außerdem auch 25 Prozent auf dem (bei Reisen aus der Pfalz sehr viel längeren) französischen Streckenteil. Nun gibt es den Rabatt auf dem französischen Abschnitt nicht mehr. Das führt zu einer massiven Preiserhöhung für Bahncard-Besitzer. Für sie kostete ein Flexpreis-Ticket von Kaiserslautern nach Paris zuvor 70,55 Euro, nun beträgt der Preis 93,50 Euro – das bedeutet eine Preiserhöhung um 32,5 Prozent. Für Besitzer einer Bahncard 25 ist der Preis von bisher 74,20 auf 97,25 Euro gestiegen, das sind rund 31 Prozent mehr. Zuggebundene Sparpreis-Tickets von Kaiserslautern nach Paris kosten im günstigsten Fall 29,90 Euro. Anders als im deutschen Binnenverkehr hat man bei den „Sparpreis“-Tickets nach Paris mit der Bahncard 50 überhaupt keinen Vorteil. Hier ist die Bahncard 25 vorteilhafter, allerdings auch nur minimal, weil es 25 Prozent Rabatt nur für den deutschen Streckenteil gibt. Wenn ein Sparpreis-Ticket für eine Fahrt von Kaiserslautern nach Paris für 39,90 Euro zu haben ist, kostet es mit der Bahncard 25 38,40 Euro. Kommentar