Baumarkt-Kette
Hornbach mit Gewinnsprung
„Letztlich hat die allgegenwärtige Unsicherheit in Zeiten von Corona den Trend verstärkt, sich mehr auf das eigene Zuhause zu konzentrieren und es sich dort schön zu machen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Albrecht Hornbach. In den Sommermonaten seien die Umsätze sogar noch stärker gestiegen als im Frühjahr, als während des Lockdowns ein Teil der Märkte schließen musste. Besonders an Fahrt gewonnen habe das Online-Geschäft, das im zurückliegenden Halbjahr um zwei Drittel gewachsen sei.
Angesichts der guten Geschäftsentwicklung erhielten die Mitarbeiter in den Märkten eine Prämie von 500 Euro pro Kopf. Vorstandschef Hornbach sprach den knapp 23.000 Beschäftigten seine Anerkennung für die Arbeit aus, die sie mit Atemschutzmasken und teilweise „in großem Trubel“ geleistet hätten. Kurzarbeit habe es nur in Österreich und der Schweiz gegeben, weil die dortigen Märkte für längere Zeit geschlossen waren.
Zuversichtlich für kommende Monate
Auch für die kommenden Monate ist Hornbach zuversichtlich. Insgesamt dürften im bis Ende Februar laufenden Geschäftsjahr die Rekordergebnisse von 2019/2020 noch übertroffen werden, teilte der Konzern mit: Beim Umsatz sei ein Plus zwischen 8 und 15 Prozent zu erwarten. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) dürfte auf 270 bis 330 Millionen Euro steigen, im zurückliegenden Geschäftsjahr hatte es 227 Millionen Euro erreicht.
Den weitaus größten Anteil seiner Umsätze erzielt Hornbach weiter in seinen 160 Bau- und Gartenmärkten in Deutschland und acht weiteren europäischen Staaten. Auf das Online-Geschäft entfalle inzwischen ein zweistelliger Anteil, sagte Vorstand Erwin Harsch. Bezogen auf den Online-Handel aller Baumarktketten in Deutschland erreicht Hornbach nach eigener Einschätzung einen Marktanteil von 30 Prozent, während der Marktanteil im stationären Geschäft bei 11 Prozent liegt.