Gesundheits-Tipp RHEINPFALZ Plus Artikel Homeoffice: So ergonomisch wie möglich

Ein separater Bildschirm zum Laptop, wie an diesem Arbeitsplatz, schont auf Dauer nicht nur die Augen, sondern auch Nacken und S
Ein separater Bildschirm zum Laptop, wie an diesem Arbeitsplatz, schont auf Dauer nicht nur die Augen, sondern auch Nacken und Schultern.

Von idealen Bedingungen im Corona-Homeoffice werden viele Arbeitnehmer nur träumen können. Bestimmte ergonomische Grundregeln sollten die Beschäftigten im Interesse der eigenen Gesundheit aber einhalten. Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz hilft dabei.

Das Homeoffice ist eine Form des mobilen Arbeitens – und von der sogenannten Telearbeit zu unterscheiden, bei der die Firma den heimischen Arbeitsplatz einrichtet. Das heißt, der Beschäftigte gestaltet sein Homeoffice in Corona-Zeiten selbst – mit allen Hürden für ein gutes Arbeitsumfeld. „Ergonomie am Arbeitsplatz ist ein Schlüssel zur Lösung“, sagt Helin Dogan, Leiterin des Referats Gesundheit der Unfallkasse.

Kostenlose Checkliste

Eine kostenlose Checkliste der Unfallkasse gibt Tipps zu den Themen Arbeitsplatz (Tisch und Stuhl), Arbeitsmittel (Bildschirm, Tastatur, Maus), Arbeitsorganisation und -umgebung. Sie kann in einer Kurz- und in einer Langversion, die Erläuterungen enthält, im Internet heruntergeladen werden (www.ukrlp.de, Startseite). Erstellt hat die Liste das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Tisch und Stuhl richtig aufeinander einstellen

Um eine verdrehte Körperhaltung zu vermeiden, sollte der Arbeitstisch ausreichend Beinfreiheit gewähren, raten die Experten. Der Sitz des Stuhls sollte so hoch eingestellt werden, dass die Oberarme bei der Arbeit am PC locker herabhängen und die Unterarme eine waagerechte Linie zur Tastatur bilden, bei einem Winkel zwischen Ober- und Unterarmen von 90 Grad oder etwas mehr. „Wenn die Füße dann keinen Bodenkontakt mehr haben, helfen eine Fußstütze oder ein Hocker“, erläutert Referatsleiterin Dogan.

Tipps zum Laptop

Bei Arbeiten am Laptop sollten möglichst eine separate Tastatur und Maus sowie ein separater Bildschirm genutzt werden. Das ermögliche eine ergonomisch gute Arbeitshaltung und beuge Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich vor. Der Bildschirm sollte so aufgestellt werden, dass Tageslicht am besten von der Seite kommt und sich möglichst keine Fenster und Lichtquellen darin spiegeln. Der Abstand zum Bildschirm sollte mindestens 50 Zentimeter betragen und der Blick zum Bildschirm leicht geneigt sein. „So kann der Nacken entspannen“, lautet die Begründung.

In Bewegung bleiben

Als Beitrag zu einem gesunden Heimarbeitstag empfiehlt die Unfallkasse, öfter mal die Körperhaltung zu ändern und Bewegungspausen zu machen. „Gerade beim Arbeiten von zu Hause bietet es sich an, nicht alles Benötigte mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. So kommt man in Bewegung, um sich einen Kaffee oder Tee zu machen“, sagt Expertin Dogan. Auch das Sitzen im Schneidersitz, das Stützen auf den Tisch oder das Zurücklehnen wirke wohltuend. „Zur ergonomischen Position sollte dann wieder zurückgefunden werden. Die Mischung macht’s“, so Dogan.

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