Wirtschaft Hauen und Stechen um Donald Trumps Strafzölle

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«Berlin/Washington». Zwischen den USA und Europa gibt es ein Hauen und Stechen um Donald Trumps Strafzölle und die Reaktionen.

Der US-Präsident verteidigte gestern seine Politik und betonte, Freunde und Feinde Amerikas hätten sich auf Kosten seines Landes bereichert. Das müsse aufhören. Dagegen hat der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Paul Ryan, Trump von Strafzöllen auf Stahl und Aluminium abgeraten. „Wir sind sehr besorgt über die Auswirkungen eines Handelskrieges und bitten das Weiße Haus, diese Pläne nicht weiterzuverfolgen“, sagte Ryans Sprecherin Ash Lee Strong, gestern. Innerhalb der USA hatten schon zuvor vor allem Vertreter von Trumps konservativen Republikanern das Vorpreschen Trumps in der Zoll-Frage kritisiert. Der Schritt geht gegen die Grundphilosophie der Partei, das freie Spiel der Wirtschaftskräfte so wenig wie möglich zu beeinflussen und Zölle nur in begründeten Ausnahmefällen zuzulassen. Ein Sprecher der EU-Kommission kündigte an, die Reaktion werde „rasch, stark und angemessen“ sein und im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) stehen. Der Kern des Problems im Stahl- und Aluminiumsektor liege in weltweiter Überproduktion. Dies könne nur an der Quelle gelöst werden. Die EU-Kommission will morgen darüber entscheiden, wie sie auf die Zollpläne reagiert. Die Bundesregierung warnte erneut vor Strafzöllen. „Abschottung und Protektionismus sind ein Irrweg“, sagte ein Regierungssprecher. Ein „Handelskrieg“ wäre nicht im deutschen, europäischen und auch nicht im US-Interesse. Nach der Ankündigung von Strafzöllen auf Stahl und Aluminium legte Trump nach. Er drohte den Europäern nun auch mit Strafabgaben für Import-Autos, sollten diese ihrerseits mit höheren Zöllen auf US-Produkte antworten. Befürchtet werden vor allem Nachteile für deutsche Autobauer, die zuletzt Marktanteile in den USA gewonnen hatten.

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