Sonderposten Greenpeace und das Schlüsselerlebnis auf der Zugspitze

Einer der Säcke mit zahlreichen VW-Funkschlüsseln.
Einer der Säcke mit zahlreichen VW-Funkschlüsseln.

Eine Greenpeace-Aktion um Hunderte von Fahrzeugen des VW-Konzerns entwendete Autoschlüssel ist auf der Zugspitze zu Ende gegangen. Die Polizei stellte bei einer Protestaktion auf dem Schneeferner-Gletscher am Freitag mehrere Säcke voll mit Funkschlüsseln sicher. Greenpeace-Aktivisten hatten sie zusammen mit Protestplakaten auf den höchsten Berg Deutschlands gebracht. Die Aktion verlief friedlich. An dem Protest waren rund ein Dutzend Aktivisten beteiligt. Die Umweltorganisation kritisiert, dass VW zu langsam auf Elektromobilität umsteige. Den Schneeferner-Gletscher hatte sie sich ausgesucht, weil dieser vom Klimawandel besonders betroffen sei.

Hausfriedensbruch?

Am Mittwochmorgen hatten Greenpeace-Aktivisten die Schlüssel von Fahrzeugen am Seehafen in Emden entwendet. Die Polizei Leer ermittelt wegen Hausfriedensbruchs und besonders schweren Diebstahls. Greenpeace argumentiert, die Schlüssel nur „entliehen“ zu haben. VW ging in einer Stellungnahme nicht näher auf die Aktion ein, betonte aber, „offen für den kritischen Dialog“ zu sein. Einer Sprecherin zufolge hat der Konzern keine Anzeige erstattet. Die Aktion auf der Zugspitze wird von der Polizei Garmisch-Partenkirchen als unerlaubte Versammlung gewertet.

Angeblich 1500 Stück

Nach Angaben von Greenpeace handelt es sich bei den von der Polizei sichergestellten Schlüsseln um alle in Emden abgezogenen. Den Umweltaktivisten zufolge sind es rund 1500 Stück, Polizei und VW äußerten sich am Freitag nicht zur Anzahl. Am Mittwoch hatte die Polizei noch 300 bis 400 Schlüssel geschätzt.

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