Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Gamesbranche: Die großen Umsätze kommen erst noch

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Der Computer- und Videospielemarkt kennt in Deutschland nur eine Entwicklung: Wachstum. Das bleibt auch in absehbarer Zeit so.

Mehr Spieler, mehr verkaufte Games und Spiele-Hardware, mehr Einnahmen durch In-Game-Käufe: Seit Jahren vermeldet die Spieleindustrie durch ihren Branchenverband Game stetig Rekorde. Doch so groß wie im ersten Halbjahr 2020 waren die Umsatzsprünge noch nie – ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2019 bei Spielen, Konsolen und Hardware. Satte 35 Prozent mehr Umsatz werden bei den In-Game-Käufen vermeldet.

Ist es gut, dass die Menschen mehr Zeit in der digitalen Welt verbringen und trotz Abstandsgebot zumindest online in Kontakt bleiben? Oder schlecht, weil mehr Zeit in virtuellen Welten vor Bildschirmen verbracht wird? Jedenfalls ist das Kaufverhalten für Geräte & Co ungewöhnlich. Denn üblicherweise werden in den Monaten vor der Veröffentlichung neuer Spielkonsolen mit den alten Geräten keine großen Umsätze mehr gemacht. Viele warten stattdessen auf die neue Hardware. Und die erscheint im November: Microsoft bringt seine XBox Series X in die Händlerregale, Sony die Playstation 5. Verkaufspreise jeweils 400 Euro aufwärts, je nach Modell.

Demnächst kommen neue Grafikprozessoren auf den Markt

Im Vorverkauf sind die Konsolen schon jetzt kaum noch zu haben. Und für PC-Spieler wichtig: Die Grafikprozessor-Hersteller Nvidia und AMD haben ab Herbst neue Modelle am Start. Bei Preisen ab etwa 500 Euro dürfte das den Umsatz noch weiter beflügeln. Also werden beim Verband demnächst wieder die Sektkorken knallen: Er wird garantiert im Frühjahr die nächste Rekordumsatz-Meldung herausgeben.

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