Wirtschaft Firmen und Fakten: US-Investor Warren Buffet scheitert mit Zukaufversuch

Der US-Starinvestor Warren Buffett hat beim Bieterwettkampf um den texanischen Stromanbieter Oncor den Kürzeren gezogen. Der kalifornische Energiekonzern Sempra gab bekannt, mit einem Gebot in Höhe von 9,45 Milliarden Dollar (8,05 Mrd Euro) den Zuschlag für die insolvente Oncor-Mutter Energy Future Holdings (EFH) erhalten zu haben. Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hatte 9 Milliarden Dollar geboten und war nicht bereit, die Offerte anzuheben. Buffetts Gesellschaft hatte sich bei der geplanten Übernahme zwar die Rückendeckung wichtiger Anteilseigner gesichert. Mit dem Hedgefonds Elliott Management aus dem Imperium des Investors Paul Singer hatte sie aber den größten Oncor-Gläubiger gegen sich. Elliott hatte das Berkshire-Angebot als zu niedrig kritisiert und zuletzt noch einmal EFH-Anteile zugekauft, um den Verkauf blockieren zu können. Die Übernahme durch Sempra werde man aber unterstützen, sagte ein Sprecher des Hedgefonds. Der Deal sei deutlich besser als das Angebot von Berkshire. Singer ist bekannt dafür, mit aggressiven Methoden seinen Willen durchzusetzen. Zuletzt hatte sein Einfluss bei der Absetzung des früheren Siemens-Chefs Klaus Kleinfeld beim US-Konzern Arconic für Aufsehen gesorgt. Für den 86 Jahre alten Buffett ist es eine seltene Erfahrung, bei Firmenübernahmen ausgebootet zu werden. Die Deutsche Bahn hat ihren Marktanteil in Kroatien ausgebaut. Wie das Unternehmen mitteilte, erwarb die Auslandstochter DB Arriva gut 78 Prozent am größten privaten Busbetreiber in Kroatien, der Autotrans-Gruppe (ATG). Die ATG mit über 1100 Mitarbeitern setzte 2016 gut 49 Millionen Euro um. Die Anzahl der Mitarbeiter von DB Arriva in Kroatien steigt damit auf 1400. Ost- und Südosteuropa seien „klare Wachstumsmärkte“ und der Kauf von Autotrans sei dabei eine Wegmarke, sagte DB-Arriva-Chef Manfred Rudhart. Die Auslandstochter ist außer in Kroatien in der Region unter anderem auch in Polen, der Slowakei und Tschechien vertreten. So erwarb das Unternehmen 2016 einen Achtjahresvertrag für Busverkehre in Warschau und übernahm den tschechischen Busbetreiber CSAD Kladno aus dem Großraum Prag. Die Bahntochter ist in 14 europäischen Ländern aktiv. 2016 lag der Umsatz bei 5 Milliarden Euro.