Wirtschaft Firmen und Fakten: Schwacher Dollar bremst Umsatzanstieg bei Evonik

Der Spezialchemiekonzern Evonik hat im ersten Quartal beim operativen Gewinn deutlich zugelegt. Der Umsatz kletterte indes trotz der Einkaufstour der vergangenen Jahre nur leicht. Vor allem der schwächere US-Dollar bremste hier den stark in Nordamerika engagierten Konzern. Wie Evonik gestern mitteilte, stieg der Umsatz im ersten Quartal um 1 Prozent auf 3,68 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) erhöhte sich um 14 Prozent auf 679 Millionen Euro. Die Essener waren in der Vergangenheit auf Einkaufstour gegangen. Evonik hatte unter anderem eine Sparte des US-Konzerns Air Products für rund 3,8 Milliarden Dollar (3,2 Mrd Euro) gekauft. Nun will Vorstandschef Christian Kullmann im Portfolio aufräumen und den Konzern noch stärker auf die Spezialchemie ausrichten. Er hat das Methacrylat-Geschäft mit 4000 Mitarbeitern zur Disposition gestellt. 2018 will Kullmann den Umsatz weiter steigern. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) soll zwischen 2,4 und 2,6 (Vorjahr: 2,36) Milliarden Euro liegen, bekräftigte Evonik. Der Zulieferer Continental profitiert immer stärker vom Trend zu elektronischen Bauteilen und der Vernetzung von Autos. Der Auftragseingang der Automotive-Sparte kletterte zu Jahresbeginn um 15 Prozent auf 11 Milliarden Euro – ein Rekord, wie der Dax-Konzern aus Hannover gestern mitteilte. Und das Wachstum soll weiter hoch bleiben. Der Anteil von Elektronik und Software am Umsatz im Automobilgeschäft von Conti liegt inzwischen bei 60 Prozent. Das starke Wachstum hier ist ein wesentlicher Grund, warum Conti gute Chancen sieht, den Umsatz bis 2025 auf mehr als 65 Milliarden Euro zu steigern. 2018 peilt das Management einen Zuwachs um 7 Prozent auf 47 (Vorjahr 44) Milliarden Euro an.

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