Wirtschaft Firmen und Fakten: Commerzbank verkauft Sparte mit börsengehandelten Fonds

Die Commerzbank verkauft ihr Geschäft mit börsengehandelten Fonds (ETF) und Aktienderivaten an die französische Großbank Société Générale. „Wir vereinfachen unser Geschäft“, sagte Commerzbank-Chef Martin Zielke. Das Geldhaus senkt mit dem Verkauf seine Kosten und Bilanzrisiken (RWA), verliert aber auch Erträge. Rund 500 Mitarbeiter sollen zur Société Générale wechseln. Zum Kaufpreis schwiegen sich die beiden Banken aus. In den vergangenen Monaten war von einem dreistelligen Millionen-Euro-Betrag die Rede. Société Générale kann durch die Übernahme ihre Position als einer der größten ETF-Anbieter in Europa stärken. Unter der Marke „ComStage“ verwaltet die Commerzbank bisher Vermögen von rund 9 Milliarden Euro – zu wenig, um auf Dauer mit den Großen der Branche wie Blackrock oder der Société Générale mit ihrer ETF-Marke Lyxor zu konkurrieren. „Für Anleger, die im Besitz unserer Produkte sind, werden wir einen reibungslosen und transparenten Übergang sicherstellen“, versprach Bereichsvorstand Roberto Vila. Der frühere Air-Berlin-Investor Etihad Airways stellt sich nach milliardenschweren Verlusten neu auf. Das Unternehmen werde künftig in sieben Geschäftsbereiche gegliedert und Konzernchef Tony Douglas übernehme die direkte Verantwortung für die Airline von Peter Baumgartner, teilte die arabische Fluggesellschaft mit. Mit den Maßnahmen solle die Leistungsfähigkeit verbessert werden, hieß es weiter ohne nähere Angaben etwa zu geplanten Einsparungen. Der Staatskonzern leitete einen Strategiewandel ein, nachdem Etihad 2016 mit einem Minus von fast 2 Milliarden Dollar (1,7 Mrd Euro) tief in die roten Zahlen gerutscht war. Auch vergangenes Jahr wies die Airline erneut einen milliardenschweren Fehlbetrag aus, den das Management auf gestiegene Treibstoffpreise, die Kosten der laufenden Umstrukturierung sowie Geschäftsausfälle durch den Zusammenbruch von Air Berlin und Probleme bei der Beteiligung Alitalia zurückführte.