Wirtschaft RHEINPFALZ Plus Artikel Fahrrad-Tipp: Richtig gegen Rad-Diebe wappnen

Massive Stahlketten-, Bügel- oder Panzerkabelschlösser bieten den besten Schutz gegen Diebstahl.
Massive Stahlketten-, Bügel- oder Panzerkabelschlösser bieten den besten Schutz gegen Diebstahl.

Rund 7000 geklaute Fahrräder registriert die Polizei in Rheinland-Pfalz jedes Jahr. Ein gutes Schloss kann vor Diebstahl schützen – und eine Versicherung vor dem finanziellen Schaden, falls das Rad doch einmal gestohlen wird.

Wegen der „großen Auswahl“ an Fahrradmodellen sind große Stellplätze – etwa an Bahnhöfen, Bädern oder Sport- und Freizeiteinrichtungen – bei Dieben besonders beliebt, so die Erfahrungen der Polizei. Dunkle Ecken, einsame Plätze oder schlecht einsehbare Straßen lockten Langfinger ebenfalls an. Zur Sicherung rät das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt (LKA) zu einem massiven Stahlketten-, Bügel- oder Panzerkabelschloss. „Das Fahrrad sollte dabei immer mit dem Rahmen, Vorder- und Hinterrad an einen festen Gegenstand angeschlossen werden, damit es nicht weggetragen werden kann“, raten die Experten des Landeskriminalamts. Wenn es doch passiert: Falls das Rad trotz aller Vorkehrungen gestohlen wird, kann es der rechtmäßige Eigner zu orten versuchen. Dabei hilft laut Polizei ein GPS-Tracker mit entsprechender App. Darüber hinaus empfiehlt das LKA, das Fahrrad codieren zu lassen oder auf andere Weise individuell und dauerhaft zu kennzeichnen. Die Rahmen- und Codiernummer sollte der Eigentümer in einem Fahrradpass festhalten. Dafür bietet die Polizei eine Fahrradpass-App für iPhone und Android an, die im App-Store und Google-Play-Store kostenfrei heruntergeladen werden kann. „Mit der App können alle für eine Identifizierung wichtigen Daten problemlos gespeichert werden, um sie bei Bedarf sofort an die Polizei beziehungsweise den Versicherer weiterleiten zu können“, hebt das LKA hervor. Hausratversicherung: Laut der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz können Fahrräder in der Hausratversicherung auch gegen Diebstahl außerhalb der eigenen vier Wände abgesichert werden. Aber Vorsicht: Wer keine Hausratversicherung hat oder umfangreichere Leistungen möchte, „fährt mit einer speziellen Fahrradversicherung besser“, sagt Versicherungsreferent Michael Wortberg. Wem der Schutz durch die Hausratversicherung genügt, sollte sich vergewissern, dass seine Police die erforderlichen Fahrrad-Klauseln enthält. Fahrradversicherung: Der Vorteil einer Spezialpolice besteht darin, dass sie auch einfachen Diebstahl (ohne Einbruch), Vandalismus sowie Unfall- oder Elektronikschäden abdeckt. Dazu komme es häufiger als zu Einbruchdiebstählen in Fahrradkellern. „Bei teureren Rädern kann eine solche Zweiradversicherung sinnvoll sein“, sagt Experte Wortberg. Er empfiehlt einen umfassenden Preis-Leistungs-Vergleich der angebotenen Tarife. Sein Tipp speziell für E-Bike-Besitzer: In den letzten Jahren seien die Beiträge für E-Bike-Versicherungen „drastisch gesunken“.

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