Videochats
Es muss nicht immer Zoom sein
Eine aktuelle Übersicht für solche Dienste hat das Telekommunikations-Fachportal Teltarif.de zusammengestellt. Die Liste umfasst 27 Video-Konferenzangebote für mehr als zwei Teilnehmer, die nach Angaben des Portals „dauerhaft kostenlos nutzbar sind“. Einige der Dienste, darunter etwa BigBlueButton, Jami, Jitsi Meet oder Kopano Splash Meet, erlauben laut Teltarif eine unbegrenzte Anzahl an Chat-Teilnehmern, bei anderen liegt die Anzahl zwischen drei und 300.
Die Übersicht verdeutlicht, welche Anmeldepflichten bei den verschiedenen Anbietern bestehen. Einige Dienste können demnach ganz ohne Angabe persönlicher Daten genutzt werden. Bei Jitsi Meet, First Conference, Freifunk München, Kopano Splash Meet, Senfcall und Skype muss laut Teltarif nicht einmal der Chat-Administrator ein Benutzerkonto (Account) anlegen. Andere Dienste verlangen zumindest eine Anmeldung des Administrators oder zusätzlich auch der einzelnen Teilnehmer.
Ohne Anmeldung
„Die komplett anmeldefreien Dienste haben auf der Startseite ein Feld, in das man einen frei erfundenen Raumnamen eintippt und damit sofort einen Konferenzraum kreiert“, erläutert Teltarif-Experte Alexander Kuch. Vermieden werden sollten dabei Namen wie „Hello“ oder „Test“ – „denn wenn zur selben Zeit Fremde denselben Namen vergeben, hat man plötzlich unerwünschte Personen in der Konferenz“, so Kuch. Mit Raumnamen, die aus mindestens vier Wörtern und gegebenenfalls Ziffernfolgen bestehen, wie von den Anbietern meist vorgeschlagen, werde das vermieden.
Weiterhin zeigt die Übersicht, auf welchen Betriebssystemen die Dienste laufen und ob sie – statt mit einer App – auch über den Browser genutzt werden können. Aufgeführt wird, ob der Chat aufgezeichnet werden kann, wo die Server-Standorte liegen und ob Texte und Internet-Links parallel zum Chat ausgetauscht werden können.
Mögliche Engpässe
Teltarif weist darauf hin, dass eine gute Internet-Verbindung unerlässlich ist für eine Nutzung. „Wer sich also unterwegs im Funkloch befindet, wird Probleme bekommen, an einer Video-Konferenz teilzunehmen“, sagt Experte Kuch. Nur bei einigen Diensten gebe es die Möglichkeit, sich über eine klassische Telefonnummer auch als Audio-Teilnehmer in eine Video-Konferenz einzuklinken. Die Tatsache, dass beliebig viele Teilnehmer beliebig lange Konferenzen abhalten dürfen, sollte außerdem nicht darüber hinwegtäuschen, dass manchmal schon bei mehr als zehn Chat-Teilnehmern die Audio- und Video-Qualität leide. „Und das liegt nicht immer nur an der Internet-Bandbreite, sondern auch an der Server-Kapazität des Diensteanbieters“, so Kuch.
Die Stiftung Warentest hat im vergangenen Jahr zwölf Video-Chatprogramme verglichen und bewertet. Mit der besten vergebenen Note „Gut“ schnitten ab: Microsoft Teams Basic, Microsoft Skype, Jitsi Meet, Team Viewer Blizz und Discord. Das Portal Teltarif.de nimmt keine Bewertung in Form von Noten in seiner Übersicht vor.
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