Wirtschaft Erzeugerpreise: Energie treibt Kosten in die Höhe

«Wiesbaden.» Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im April 2017 um 3,4 Prozent höher als im gleichen Vorjahresmonat. Einen stärkeren Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr hatte es zuletzt im Dezember 2011 mit einem Plus von 3,5 Prozent gegeben.
Die Preisentwicklung bei den sogenannten Vorleistungsgütern – Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden –, die einen Anteil von gut 31 Prozent am Gesamtindex haben, wirkte sich im April am stärksten auf dessen Entwicklung aus. Sie waren um 4,3 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Metalle kosteten 13,4 Prozent mehr. Dabei kostete Walzstahl 19,7 Prozent mehr, Betonstahl 22,8 Prozent. Die Preise für Gießereierzeugnisse stiegen mit 1,9 Prozent weniger stark. Die Preise für chemische Grundstoffe lagen um 7,3 Prozent höher. Dagegen waren Düngemittel und Stickstoffverbindungen um 2,1 Prozent billiger. Mehl kostete 4,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Energie war im April um 4,6 Prozent teurer als vor Jahresfrist. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Erzeugerpreise im April um 0,4 Prozent.