Wirtschaft
Ein Smartphone-Trio zum günstigen Preis
Ganz frisch gibt es in den kommenden Tagen nun ein Moto E7. Das wird auf der Website von Motorola für 120 Euro in nur einer Ausstattungsvariante, aber in den Gehäusefarben Grau, Blau und Koralle angeboten. Man erhält ein großes Handy mit 6,5 Zoll IPS-Bildschirm. Der hat zwar nur eine Auflösung von 1600 x 720 Pixeln. Die Pixeldichte von 269 ppi ist für Videos ausreichend, bei kleiner Schrift aber etwas „rau“. Eine Frontkamera mit fünf Megapixeln ist in einer unauffälligen Notch am oberen Rand untergebracht.
Immerhin 48 Megapixel liefert die Hauptkamera, über deren Qualität noch nichts zu sagen ist. Etwas weniger wäre bei dem günstigen Preis sympathischer. Das Zusatzobjektiv liefert zwei Megapixel, sollte aber nur als Gimmick betrachtet werden. Aktiviert wird das Moto E7 mittels Fingerabdrucksensor auf der Rückseite. Und am Gehäuserand gibt es einen Button, mit dem speziell der Google Assistant aktiviert werden kann.
Klassengerecht wird das Handy von einem Mediatek-Helio-G25-Chip angetrieben, der acht Kerne aufweist und mit maximal zwei Gigahertz getaktet ist. Zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sind bescheiden, reichen aber für Standardanwendungen aus. Der verbaute Daten-Flash-Speicher fasst zwar nur 32 Gigabyte, dafür kann der Steckplatz für Micro-SD-Karten mit bis zu 512 Gigabyte bestückt werden.
Der Akku ist mit 4000 mAh großzügig bemessen; das reicht für einen sehr langen Tag. Das Laden mit maximal 10 Watt ist aber etwas zeitraubend. Drahtloses Laden wird – wie zu erwarten in dieser Preisklasse – nicht unterstützt. Als Betriebssystem ist ein frisches Android 10 aufgespielt. Lobenswert, dass es nicht durch unnötige Apps überladen ist.
Fazit: Das Moto E7 ist ein günstiges Smartphone, das genau das liefert, was für das geforderte Geld auch erwartet werden kann.
Aber Motorola macht sich hier selbst Konkurrenz: Im Herbst gab es bereits das Moto E7 Plus – eine Bezeichnung, die auf etwas mehr Leistung hinweist. Das bezieht sich zwar nicht auf die Bildschirmgröße, die Auflösung und die Kameraausstattung, aber auf Akku und Prozessor. Letzterer heißt Qualcomm Snapdragon 460. Performance-Tests geben ihm einen merklichen Vorsprung vor dem Helios des Moto E7. Der Akku lädt zwar auch nicht schneller, bietet aber mit 5000 mAh noch etwas mehr Reserven. Wer ein wenig sucht, bekommt das E7 Plus derzeit für etwa 140 Euro. Die Mehrinvestition von 20 Euro gegenüber dem E7 lohnt sich.
Eine weitere Alternative aus dem gleichen Haus ist das Motorola Moto G8. Das ist im Frühjahr 2020 bei uns auf den Markt gekommen. Damals sollte es unverbindliche 200 Euro kosten. Der Preis ist aber mittlerweile auf etwa 140 Euro gefallen, also den Level des Moto E7 Plus. Bei Bildschirm und Auflösung gibt es nur minimale Unterschiede zu den beiden etwas jüngeren Modellen. Dafür sind aber vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte Datenspeicher verbaut – doppelt so viel wie bei den Kollegen. Die Hauptkamera kommt mit bescheidener wirkenden 16 Megapixeln daher. Deren Resultate sind aber erwiesenermaßen ansehnlich – nur nicht, wenn es dunkel wird. Bemerkenswert die Option, Videos in ultrahoher 4K-Auflösung aufnehmen zu können. Das dürfte Besitzer eines neueren 4K-Fernsehers freuen. Wer also kein brandneues Smartphone braucht, stellt sich mit diesem Smartphone aus der unteren Mittelklasse beim Vergleich unserer drei Kandidaten am besten.