Wirtschaft Effizienzkünstler mit Schadstoffproblemen

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Berlin. Der Dieselantrieb gilt als Jahrhundert-Erfindung. Die Motortechnik, die der Ingenieur Rudolf Diesel heute vor 125 Jahren in Berlin zum Patent anmeldete, schuf mit die Grundlage für den Durchbruch des modernen Auto-, Schiffs- und Schienenverkehrs.

Der Diesel heißt auch Selbstzünder, weil sich der unter hohem Druck in den Zylinder eingespritzte Kraftstoff bei bis zu 900 Grad Celsius von allein entflammt. Die so entstehende Energie treibt den Motor an. Im Gegensatz zum Ottomotor (Benziner) benötigt der Diesel keine Zündkerzen, um das heiße, zerstäubte Treibstoffgemisch zur Explosion zu bringen. Es reicht allein der hochverdichtete Sprit. Aus diesem Grund sind viele Dieselmotoren gegenüber Ottomotoren mit ähnlicher Leistung effizienter. Sie haben bei vergleichbarer Stärke meist einen höheren Wirkungsgrad. Der Verbrauch des Diesels ist tendenziell geringer als der eines Ottomotors, und es wird weniger Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen. Dafür sind die Emissionen von Luftschadstoffen wie Stickoxiden (NOx) höher. In Deutschland machen Dieselautos etwa ein Drittel des Pkw-Bestands aus. Dieseltreibstoff wird geringer besteuert als Benzin. Dafür ist die Kfz-Steuer für Dieselautos höher. Rudolf Diesel wurde 1858 in Paris geboren. Im deutsch-französischen Krieg kam er als Flüchtling über London nach Augsburg und wurde Ingenieur. Das Diesel-Patent wurde ein Jahr nach der Anmeldung unter der Nummer 67207 erteilt. 1913 ertrank Diesel bei einer Schiffsreise von Belgien nach England unter ungeklärten Umständen. Nils erklärt |dpa/rhp

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