MEINUNG RHEINPFALZ Plus Artikel E-Mobilität bei Lkw: Das Problem sind fehlende Ladesäulen

Eine Ladesäule für E-Lkw, hier im Kunden-Demopark in Wörth.
Eine Ladesäule für E-Lkw, hier im Kunden-Demopark in Wörth.

Die Fahrzeugbauer fordern von der Politik zu Recht den Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Strom und Wasserstoff.

Dem Dieselmotor läutet das Totenglöckchen. Im Kampf gegen den Klimawandel ist das eine gute Nachricht. Die Hersteller von schweren Nutzfahrzeugen stehen allerdings vor einer großen Herausforderung, denn im Moment werden Lkw, Busse und Baumaschinen fast ausschließlich von Dieselaggregaten angetrieben. Für die Branche bahnt sich also eine technische Revolution an, auf die die Unternehmen allerdings erstaunlich gelassen reagieren.

Der Grund: Sie arbeiten schon seit Jahren an alternativen Antriebsformen für ihre Fahrzeuge. Welcher Motor sich in schweren Fahrzeugen am Ende tatsächlich durchsetzen wird, steht allerdings noch in den Sternen. Die Hersteller erledigen ihre Hausaufgaben und verlangen von der Politik zu Recht dasselbe. Denn es genügt nicht, dass die EU strenge Vorgaben macht, ab wann die Fahrzeugflotten klimaneutral sein sollen. Brüssel muss dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für den Übergang in die emissionsfreie Zukunft stimmen.

Es fehlt auch an Hochleistungskabeln

Die zentrale Frage ist dabei, ob es in den nächsten Jahren gelingt, die flächendeckende Ladeinfrastruktur für die zu erwartende Masse an Elektrofahrzeugen aufzubauen. Danach sieht es im Moment nicht aus. Denn es fehlen nicht nur Ladesäulen, es müssen auch belastbare Hochleistungskabel verlegt werden – in ganz Europa. Die nötigen Infrastrukturprogramme kann nur die Europäische Union stemmen.

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