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Covid-19-Tests treiben Roche-Umsatz an
„Wir haben im ersten Halbjahr gute Ergebnisse erzielt, vor allem dank der Nachfrage nach unseren neuen Medikamenten und Covid-19-Tests“, sagte Roche-Chef Severin Schwan am Donnerstag zur Vorlage der Halbjahreszahlen. Das Geschäft mit Diagnostika verzeichnete gegenüber der gleichen Vorjahreszeit ein „außerordentliches Verkaufswachstum“ von 51 Prozent auf 9 Milliarden Schweizer Franken (8,3 Mrd Euro). Das Roche-Portfolio an Covid-19-Tests, das der Konzern als „branchenführend“ bezeichnet, erreichte dabei einen Umsatz von zusammen 2,5 Milliarden (Vorjahreszeit: 0,7 Milliarden) Franken. Roche rechnet damit, dass im zweiten Halbjahr 2021 die Nachfrage nach Covid-19-Tests rückläufig sein wird.
Konkurrenz belastet Pharmageschäft
Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg im ersten Halbjahr um 5 Prozent auf 31 Milliarden Franken. Der Konzerngewinn ging um 3 Prozent auf 8,2 Milliarden Franken zurück, was vor allem auf die Aufwertung des Schweizer Frankens zurückzuführen war. Zu konstanten Wechselkursen hätte hier ein Plus von 2 Prozent zu Buche gestanden. Das Pharmageschäft erreichte einen Umsatz von 22 Milliarden Franken, was einem Rückgang von 3 Prozent entspricht. Das führte der Konzern auf einen Absatzrückgang wegen der Pandemie zurück und auf den anhaltenden Wettbewerb durch sogenannte Biosimilars, vor allem in den USA. Hier machte Roche die Markteinführung solcher Nachahmerpräparate seiner Krebsmedikamente Mabthera, Avastin und Herceptin zu schaffen.
Trotz der weiterhin starken Auswirkungen des Wettbewerbs durch Biosimilars erwartet Roche für das Gesamtjahr unverändert ein prozentuales Verkaufswachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich zu konstanten Wechselkursen. Roche sei bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.
„Sehr großer Vertrauensbeweis“
Am Standort Mannheim werde in den nächsten Jahren weiter kräftig investiert, teilte Roche mit, vor allem in der Diagnostika-Produktion. „Das ist ein sehr großer Vertrauensbeweis des Konzerns in den Standort Deutschland“, sagte Claus Haberda, Geschäftsführer der Mannheimer Roche Diagnostics GmbH. Eine deutliche Steigerung der Mitarbeiterzahl in Mannheim sei durch den Ausbau aber nicht zu erwarten.
So entsteht auf dem Werksgelände in der Quadratestadt ein neues Direktbelieferungszentrum für Europa mit einer Investitionssumme von 91 Millionen Euro. Der Bau soll im ersten Quartal 2022 beginnen, die Fertigstellung ist bis Ende 2023 geplant. Das neue Zentrum beliefert Kunden in zahlreichen europäischen Ländern direkt mit Diagnostik-Produkten von Roche. Weitere 50 Millionen Euro werden in ein neues Trainings- und Schulungszentrum investiert, das 2023 fertiggestellt sein soll.
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