Wirtschaft RHEINPFALZ Plus Artikel Corona-Schutz: Täglich eine halbe Million Masken aus Kaiserslautern

Prüfender Experten-Blick: Mitarbeiter des Freudenberg Filtration Science Labs in Weinheim begutachten die Collectex-Masken.
Prüfender Experten-Blick: Mitarbeiter des Freudenberg Filtration Science Labs in Weinheim begutachten die Collectex-Masken.

Der Weinheimer Technologiekonzern Freudenberg hat sein rund 600 Mitarbeiter zählendes Werk Kaiserslautern durch die Produktion von Mund-Nase-Masken für Endverbraucher erheblich aufgewertet.

Seit April fertigt Freudenberg, auch bekannt als Automobilzulieferer und Hersteller von Haushaltsprodukten („Vileda“), am Westpfalz-Standort Masken mit dem Markennamen „Collectex“. Aktuell seien es etwa 500.000 Stück täglich, teilte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mit. Man gehöre „damit zu den wenigen Anbietern, die qualitativ hochwertige Masken in signifikanten Mengen in Deutschland produzieren.“ Vliesstoffe von Freudenberg seien Hightech-Komponenten, die für zahlreiche Anwendungen von der Automobilindustrie bis hin zur Medizintechnik verarbeitet würden. Neue, optimierte Vliesstoffe steckten auch in den Gesichtsmasken zur Eindämmung von Covid-19, so der Sprecher. Die Fasern für die Masken würden zusätzlich elektrostatisch aufgeladen.

Freudenberg will die Masken in Kürze auch mit der europäischen CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt vermarkten. Aktuell werden sie in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien vertrieben, unter anderem über Handelsketten und einen Online-Versandhändler.

Auch in den USA

Wie weiter zu erfahren war, beginnt Freudenberg auch in den USA mit der Produktion von Masken. Am Standort Durham in North Carolina kooperiere man mit einem Institut der North Carolina State University. Mehr als eine Million Masken pro Monat würden für lokale Universitäten, Regierungsorganisationen und Krankenhäuser gefertigt. Daneben errichte Freudenberg sechs weitere Produktionslinien für Masken, um Geschäfte und Verbraucher zu beliefern.

In Japan schon lange

In Asien ist es schon lange üblich, Masken in der Öffentlichkeit zu tragen. Vor diesem Hintergrund fertigt Freudenberg am Standort Ibaraki nördlich von Tokio/Japan schon seit mehreren Jahren Mundschutz- und Atemschutzmasken sowie Filtermaterialien für Masken für den asiatischen Markt.

2019 beschäftigte die Freudenberg Gruppe mit ihrer 170-jährigen Unternehmensgeschichte rund 49.000 Mitarbeiter in etwa 60 Ländern weltweit und erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 9,4 Milliarden Euro.

Feinste Tröpfchen, die Infizierte beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen abgeben, enthalten Bakterien und Viren. Die dreilagig
Feinste Tröpfchen, die Infizierte beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen abgeben, enthalten Bakterien und Viren. Die dreilagigen Collectex-Masken filtern 98 Prozent dieser Aerosole.
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