Desinfektionsmittel Chemiebranche stellt 10 Millionen Liter zur Verfügung

BASF-Mitarbeiter füllen Hand-Desinfektionsmittel in Gebinde ab.
BASF-Mitarbeiter füllen Hand-Desinfektionsmittel in Gebinde ab.

Über einen Online-Marktplatz hat die chemische Industrie in Deutschland mehr als zehn Millionen Liter Desinfektionsmittel zusätzlich für medizinische und soziale Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Dienstag mitteilte, entspricht die Menge etwa der Ladung von 300 Tanklastwagen. Mehr als 1000 Krankenhäuser wurden demnach wegen der Corona-Krise über die kurzfristig im März eingerichtete Plattform „Notfalldesinfektion“ sowie über zahlreiche regionale Initiativen der VCI-Mitgliedsunternehmen versorgt. Desinfektionsmittel gingen auch Zehntausende Arztpraxen viele Pflegeheime. Auf dem digitalen Marktplatz kooperierten rund 450 Akteure – vom Rohstoffhersteller, über Formulierer, Logistiker und Umfüller bis hin zu den Abnehmern in der Gesundheitsbranche.

Nachfrage lässt nach

Allein die BASF hat nach Angaben eines Sprechers rund 500.000 Liter Hand-Desinfektionsmittel unter anderem über die VCI-Plattform bereitgestellt. Darüber hinaus seien bisher mehr als 260.000 Liter an Krankenhäuser, Ärzte und Kommunen in der Metropolregion Rhein-Neckar geliefert worden.

Da sich die Versorgungslage in Deutschland entspannt habe, sei die VCI-Plattform nun geschlossen worden, teilte der Verband mit. Sie könne in einer vergleichbaren Notsituation aber wieder geöffnet werden.

Die BASF liefert weiterhin Desinfektionsmittel in der Metropolregion aus. Aber: „Wir stellen auch fest, dass der dringendste Bedarf gedeckt zu sein scheint und die Nachfrage nachlässt“, berichtet ein Unternehmenssprecher. Die bisherigen Anfragen wolle die BASF noch bedienen. Auch die Hilfen für Bedürftige im Rahmen der Aktion „Helping Hands“ liefen derzeit noch weiter.

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