Unternehmen BASF: Windpark für Verbundstandort in Südchina
Wie der Konzern am Freitag weiter mitteilte, handelt es sich dabei um das erste chinesisch-deutsche Offshore-Windparkprojekt, das Entwicklung, Bau und Betrieb umfasst. Partner Mingyang ist unter anderem größter privater Hersteller von Windkraftanlagen in China. In Zhanjiang in der südchinesischen Provinz Guangdong baut die BASF gerade für 10 Milliarden Euro seinen zweiten Verbundstandort in der Volksrepublik. Es ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte der BASF.
Der geplante Windpark in Zhanjiang soll den Angaben zufolge über eine Kapazität von 500 Megawatt verfügen und 2025 vollständig in Betrieb gehen. Der Großteil des erzeugten Stroms werde für die Versorgung des BASF-Standorts Zhanjiang verwendet, der nach Ludwigshafen und Antwerpen der drittgrößte Verbundstandort des Konzerns weltweit werden soll.
Gewaltige Strommengen
BASF und Mingyang wollen den Windpark auch zusammen betreiben. Dafür haben die Partner ein Joint Venture gegründet, Mingyang BASF New Energy. Mingyang wird 90 Prozent der Anteile halten, BASF 10 Prozent. Der Verbundstandorts Zhanjiang soll von Anfang an zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt werden. Die BASF strebt an, bis 2050 klimaneutral zu werden. Dafür sind künftig gewaltige Strommengen aus erneuerbaren Energien notwendig. „Der Offshore-Windpark in Zhanjiang zeigt die Entschlossenheit von BASF, ihre Klimaziele zu erreichen“, sagte BASF-Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller.
Gemeinsam mit dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall und unter Beteiligung des Versicherungskonzerns Allianz hat die BASF in der Nordsee den derzeit größten Offshore-Windpark der Welt errichtet: Hollandse Kust Zuid geht mit 140 Windturbinen und einer Gesamtleistung von 1,5 Gigawatt in diesem Jahr vollständig in Betrieb.