Wirtschaft BASF mit US-Partner bei Spezialchemie

«Ludwigshafen.» Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF und der US-amerikanische Konzern Solenis wollen ihr globales Geschäft für Papier- und Wasserchemikalien in einem neuen Unternehmen bündeln.
Das gemeinsame Unternehmen, an dem die BASF 49 Prozent der Anteile halten will, soll unter dem Namen Solenis am Markt auftreten und seinen Sitz in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware haben, teilte die BASF gestern mit. Die Segmente von BASF und Solenis erzielten im Geschäftsjahr 2017 zusammen einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro mit 5000 Beschäftigten. Bei der BASF arbeiten derzeit global rund 1300 Beschäftigte, darunter 124 bei der BASF SE, in diesem Geschäftsfeld mit einem Umsatz von rund 800 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Beide Konzerne rechnen – sofern die zuständigen Behörden zustimmen – frühestens Ende 2018 mit einem Abschluss der Transaktion. Solenis ist Hersteller von Spezialchemikalien für wasserintensive Industrien, darunter in den Bereichen Zellstoff, Papier, Bergbau, Bio-Raffinerien und Energie. Solenis unterhält weltweit 35 Produktionsstandorte. Die BASF biete ein umfassendes Portfolio an Chemikalien für die Papier- und Wasserindustrie. Ins neue Unternehmen bringe die BASF Produktionsstandorte in Großbritannien, USA, Mexiko, Indien sowie Australien ein. Die Produktionsanlagen der Geschäftseinheit Papier- und Wasserchemikalien mit starker Einbindung in die Verbundstandorte Ludwigshafen und Nanjing verbleiben bei der BASF und sollen das neue Unternehmen mit Produkten und Rohstoffen beliefern.