Meinung
BASF-Geschäft: Gute Aussichten
BASF-Chef Martin Brudermüller kann zufrieden sein. Die Geschäftszahlen des Ludwigshafener Chemiekonzerns sind im zweiten Quartal in die Höhe katapultiert worden. Allerdings war das Vorjahresquartal wegen Corona außerordentlich schwach. Und da fällt der Vergleich natürlich umso besser aus. Doch dieser Einwand wird der Geschäftsentwicklung der BASF nicht gerecht. Denn auch im Vergleich zum zweiten Quartal des Vor-Corona-Jahres 2019 sieht das Geschäft deutlich besser aus. Auch die Prognosen für das Gesamtjahr liegen deutlich über den Werten von 2019.
Das trifft auch auf eine der wichtigsten Steuerungsgrößen des Chemiekonzerns zu: die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed: ROCE). Sie bestimmt die erfolgsabhängige Vergütung der BASF-Mitarbeiter. Für 2021 erwartet der BASF-Vorstand einen ROCE zwischen 12,1 und 12,9 Prozent. So hoch war der Wert seit 2018 nicht mehr. Vergangenes Jahr waren es nur 1,7 Prozent. Dafür hätte es eigentlich gar keine Bonuszahlung gegeben. Der Vorstand hat dennoch gezahlt als Zeichen der Anerkennung für den Einsatz im Pandemiejahr. Für die Mitarbeiter im Stammwerk waren das pro Kopf durchschnittlich 2161 Euro. 2018 erreichte der ROCE 12,0 Prozent. Damals lag die Erfolgsbeteiligung bei fast 7000 Euro pro Kopf. Die BASF-Beschäftigten können also auch zufrieden sein. Und die Aktionäre: Denn es sieht ganz nach einer Dividendenerhöhung aus.