Wirtschaft Bahn steckt Rekordsumme in ihre Infrastruktur
Die Deutsche Bahn (DB) steckt in diesem Jahr soviel Geld wie nie zuvor in die Modernisierung ihrer Infrastruktur. Die umfangreichen Netz-Sanierungsarbeiten führen allerdings vom 10. April bis zum 31. Oktober zur Sperrung der Schnellstrecke zwischen Mannheim und Stuttgart.
Die Sperrung der Schnellstrecke führt, wie die DB bereits im vergangenen Sommer detailliert erläutert hatte, zu deutlich verlängerten Fahrzeiten zwischen Mannheim und Stuttgart und zu einer Reduzierung des Zugangebots beispielsweise auch zwischen Mannheim und München. Für April ist die Erneuerung der Eisenbahnbrücke über die Hattenbergstraße in Mainz angekündigt, durch die voraussichtlich einige Tage lang über Ostern der Mainzer Hauptbahnhof nicht von Westen zu erreichen ist. Betroffen davon ist unter anderem die Strecke von Kaiserslautern über Rockenhausen nach Mainz.
2000 neue Mitarbeiter
DB-Infrastrukturchef Ronald Pofalla bezifferte die Summe, die die DB 2020 in die Modernisierung ihrer Infrastruktur steckt, auf 12,2 Milliarden Euro. Mitgezählt sind dabei allerdings auch 2,4 Milliarden Euro DB-Eigenmittel für die laufende Instandhaltung. Der Löwenanteil der Summe von 12,2 Milliarden Euro stammt mit 5,4 Milliarden Euro aus der zwischen Bund und DB abgeschlossenen Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung. Den Anteil, der davon 2020 auf Rheinland-Pfalz und das Saarland entfällt, bezifferte die DB am Mittwoch auf rund 400 Millionen Euro. Bundesweit stellt die Infrastruktursparte DB Netz 2020 über 2000 Mitarbeiter in Bauberufen ein, davon entfallen rund 60 auf Rheinland-Pfalz und das Saarland.
Bundesweit sollen im laufenden Jahr rund 1800 Kilometer Gleise, mehr als 1900 Weichen sowie 160 Brücken erneuert werden. Außerdem wird an über 800 Bahnhöfen und Haltepunkten gebaut.