Wirtschaft Bahn modernisiert den ICE 3

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Berlin/Mannheim. Die Deutsche Bahn (DB) investiert rund 210 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer ICE-3-Flotte. Fahrzeuge dieses Typs werden unter anderem auch auf den ICE-Linien von München und Basel nach Köln eingesetzt, die stündlich den ICE-Knotenbahnhof Mannheim bedienen.

Der ab 2000 in Dienst gestellte ICE 3 ist für Tempo 330 zugelassen und damit das schnellste DB-Serienfahrzeug. Allerdings kann diese Geschwindigkeit nirgendwo in Deutschland planmäßig gefahren werden. Mit Tempo 320 fuhren ICE 3 auf der französischen Ost-Schnellbahn (LGV Est), wo sie sich allerdings wegen großer Störanfälligkeit nicht bewährt haben. Haupteinsatzgebiet des ICE 3 sind die ICE-Linien, die über die 2002 eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln–Rhein/Main planmäßig mit Tempo 300 fahren. Von Mannheim fährt stündlich ein ICE 3 nach Köln (und teilweise weiter über Düsseldorf nach Dortmund), der abwechselnd aus München und Basel kommt. In der Gegenrichtung fahren die Züge zweistündlich ab Mannheim nach München und Basel. Ab dem nächsten Fahrplanwechsel im kommendem Dezember sollen ICE 3 auch als Sprinter in weniger als vier Stunden von München über die neue Schnellstrecke durch den Thüringer Wald nach Berlin fahren. Das im DB-Jargon Redesign genannte Modernisierungsprogramm der 66 Triebzüge beinhaltet unter anderem eine neue Inneneinrichtung mit Kleinkinderabteilen und Gepäckregalen im Großraumbereich. Die Fahrzeuge erhalten auch wieder ein reguläres Bordrestaurant mit 20 Sitzplätzen. Damit wird eine Entscheidung aus der Zeit rückgängig gemacht, in der die DB die Speisewagen abschaffen wollte. Ein Teil der ICE 3 verlor damals ihr Restaurant, andere wurden gleich ohne Speisewagen ausgeliefert. Nachdem die DB mit ihren Plänen, die Speisewagen abzuschaffen, Schiffbruch erlitten hatte, wurde behelfsmäßig auf regulären Sitzplätzen ein Restaurantbereich mit zwölf Plätzen eingerichtet, der sich in der Praxis allerdings häufig als zu klein dimensioniert erwiesen hat. Der Umbau erfolgt im DB-Instandhaltungswerk in Nürnberg. Dort werden jeweils drei Triebzüge mit je acht Wagen parallel komplett überholt. Alle drei Wochen soll ein ICE 3 fertiggestellt werden; bis Ende 2020 soll die Modernisierungsaktion abgeschlossen sein. Auf der Linie von Frankfurt über Mannheim nach Paris sind die ICE 3 der Baureihe 406 inzwischen komplett durch neuere Fahrzeuge der Baureihe 407 abgelöst worden, die besser für die Anforderungen auf der für Tempo 320 trassierten französischen LGV Est gerüstet sind. Die früher häufigen Fahrzeugstörungen auf dieser Linie kommen in letzter Zeit kaum noch vor. Mit den auf der Linie nach Paris frei gewordenen Fahrzeugen der Baureihe 406 konnte auch auf den ICE-Linien von Frankfurt nach Brüssel und Amsterdam die Zuverlässigkeit des Angebots deutlich verbessert werden.

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