Sixt RHEINPFALZ Plus Artikel Autoverleiher mit Personalabbau zu mehr Gewinn

Der Autovermeiter Sixt hat 2021 vor Steuern den höchsten Gewinn seiner Geschichte gemacht.
Der Autovermeiter Sixt hat 2021 vor Steuern den höchsten Gewinn seiner Geschichte gemacht.

Die Autovermieter waren von der Pandemie stark getroffen. Sixt ist dennoch schon 2021 in Rekordsphären vorgedrungen. Der Krieg in der Ukraine ist allerdings ein dickes Fragezeichen für das laufende Geschäftsjahr.

„Wir haben die Krise als Chance genutzt“, sagte zur Bilanzvorlage Konstantin Sixt, einer der beiden Chefs des gleichnamigen Autovermieters aus Pullach. 443 Millionen Euro Gewinn vor Steuern stehen für 2021 zu Buche. Das ist nicht nur eine gute halbe Milliarde Euro mehr als im ersten Corona-Jahr 2020 (minus 82 Millionen Euro). Es sind auch rund 100 Millionen Euro mehr als im Rekordjahr 2019. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 312 Millionen Euro, nach 2 Millionen Euro im Vorjahr. Zugleich stieg der Marktanteil in Europa von 17,5 auf fast 25 Prozent. „Wir sind sehr zufrieden mit 2021“, unterstrich Co-Chef Alexander Sixt.

Der Erfolg basiert zum einen auf Expansion in den USA, wo Sixt von Konkurrenten lukrative Flughafenstandorte übernommen hat. Zum anderen hat dazu Personalabbau beigetragen: Waren zu Pandemiebeginn weltweit gut 8700 Menschen bei dem Autovermieter beschäftigt, sind es 2021 noch knapp 6800 gewesen – trotz eines Umsatzsprungs um 43 Prozente auf rund 2,3 Milliarden Euro. Dieses Jahr soll die Belegschaft um gut 1000 Stellen aufgestockt werden.

Gewinnprognose schwierig

Obwohl Sixt für 2022 mit mehr Umsatz rechnet, ist die Gewinnprognose schwierig. Mit 380 bis 480 Millionen Euro Gewinn vor Steuern rechnet Alexander Sixt. Neben der Pandemie ist vor allem der Krieg in der Ukraine ein Unsicherheitsfaktor. Zwar sei das Geschäft im Krisengebiet inklusive Russland relativ unbedeutend. Aber steigende Öl- und damit Spritpreise verteuern das Autofahren deutlich. Auch das Mieten von Autos kostet mehr, weil Neuwagen aufgrund weltweiter Lieferprobleme lange Lieferzeiten haben. Noch sei nicht erkennbar, dass Urlauber ihr Buchungsverhalten änderten, sagten die Sixt-Manager.

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