Autohersteller Aufholjagd bei BMW und Porsche

Ein starker Treiber beim Autoabsatz im vergangenen Jahr war auch für BMW der chinesische Markt.
Ein starker Treiber beim Autoabsatz im vergangenen Jahr war auch für BMW der chinesische Markt.

Gegen Jahresende 2020 haben die Autobauer BMW und Porsche beim Absatz viel Boden gut gemacht, konnten aber den großen Rückstand des ersten Halbjahres nicht ganz aufholen.

Der konzernweite Absatz bei BMW sei 2020 verglichen mit dem Vorjahr um 8,4 Prozent auf 2,32 Millionen Autos gefallen, teilte der Konzern am Dienstag in München mit. Im vierten Quartal konnte BMW hingegen mit gut 686.000 Wagen im Vergleich zum gleichen Vorjahresquartal etwa 3,2 Prozent mehr Autos verkaufen. Regional gesehen war der Haupttreiber dabei China, wo der Verkauf um 10,1 Prozent auf rund 217.700 Autos zulegte. In Europa und Amerika ging der Absatz hingegen noch um 4,0 beziehungsweise 4,4 Prozent zurück. Auf Markenebene legte BMW im vierten Quartal mit seiner gleichnamigen Stammmarke ein Plus von 4,3 Prozent auf fast 600.800 Wagen hin. Sorgen bereitet dem Konzern die Marke Rolls Royce, die um gut ein Fünftel auf 1105 Autos einknickte.

Der Sportwagenhersteller Porsche lieferte 2020 genau 272.162 Fahrzeuge weltweit an Kunden aus, wie er am Dienstag mitteilte. Das sind 3 Prozent weniger als 2019. Allerdings hat Porsche den Rückstand seit dem Sommer deutlich verkürzen können. Damals hatte er bei 12 Prozent gelegen, im Herbst waren es dann noch 5 Prozent.

„Die Corona-Krise hat uns seit dem Frühjahr 2020 stark gefordert, dennoch konnten wir die Auslieferungen im Gesamtjahr vergleichsweise stabil halten“, sagte Vertriebsvorstand Detlev von Platen. Porsche hatte die Produktion im Frühjahr für sechs Wochen gestoppt, weil die Corona-Pandemie zu Engpässen in den Lieferketten geführt hatte.

In China, dem größten Einzelmarkt weltweit, wurden dann letztlich aber sogar mehr Autos verkauft als 2019. Fast 89.000 Fahrzeuge entsprechen den Angaben zufolge einem Plus von 3 Prozent. Die Region Asien-Pazifik, Afrika und Nahost kommt auf 4 Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland hingegen konnte der Sportwagenbauer den Rückstand zum Jahresende zwar ebenfalls verkürzen – er bleibt aber groß. 26.152 Fahrzeuge wurden hier ausgeliefert, 17 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im den USA, dem zweitwichtigsten Einzelmarkt nach China, lag das Minus Ende Dezember mit 57.294 verkauften Fahrzeugen noch bei 7 Prozent.

Als meistverkauftes Modell löste der große Geländewagen Cayenne wieder seinen kleinen Bruder Macan ab. Gut jeder dritte verkaufte Porsche war 2020 ein Cayenne. Von seinem ersten reinen Elektromodell Taycan konnte der Sportwagenbauer gut 20.000 Stück absetzen.