Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Abstimmung bei Twitter: Musks Murks

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Musks Abstimmungen bei Twitter sind manipulativ, weil sie über die wahren Machtverhältnisse hinwegtäuschen.

Seit der Übernahme von Twitter hinterlässt der selbst ernannte „Technoking“ Elon Musk ein Spur der Verwüstung bei der Kommunikationsplattform. Die Abstimmung darüber, ob er Chef seiner Firma blieben soll, fügt dem unternehmerischen Amoklauf nur ein weiteres Chaos-Kapitel hinzu. Die scheindemokratische Finte soll souverän wirken. Und davon ablenken, dass es mit Twitter seit Beginn von Musks absolutistischer Herrschaft abwärts geht.

Er bietet notorischen Lügnern, Rechtsradikalen, Verschwörungstheoretikern und Hetzern im Namen der „absolute Redefreiheit“ wieder eine Bühne. Missliebige Journalisten verbannt er von der Plattform. Sogar die Vereinten Nationen sprachen von einem „gefährlichen Präzedenzfall“. Musks Glaubwürdigkeit ist längst dahin, Twitter auf dem Weg, eine Kloake zu werden. Werbekunden kehren dem Dienst zuhauf den Rücken, Tausende Mitarbeiter wurden gefeuert oder flohen freiwillig.

Musks Abstimmung über seine Zukunft an der Spitze von Twitter ist nur ein weiterer, öffentlich verabreichter Schuss ins eigene Knie. Was der exzentrische Milliardär nach dem Votum jetzt tatsächlich tut, bleibt seiner Willkür überlassen. Es ist ohnehin gleichgültig. Denn ob Musk nun von der Unternehmensspitze abtritt oder nicht, eines ist sicher: Der Egomane wird über einen willigen Statthalter weiter die Strippen ziehen auf seiner Milliarden-Dollar-Spielwiese.

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